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    Stuhlgang auf dem Transport


 
Am schlimmsten war es mit dem Stuhlgang. Wenn der Zug auf einem Bahnhof hielt, so konnte eine Bahnhofstoilette keinesfalls einigen hundert Leuten gleichzeitig dienen. Und wenn die "Musketen" - so nannten sich die Landser auch mal - nacheinander die Bahnhofstoilette hätten besuchen sollen, dann hätte dies viele Stunden Aufenthalt gekostet. Dergleichen ließ die Kriegslage keinesfalls zu.
Es blieb also nichts anderes übrig, als bei einem Aufenthalt auf freier Strecke "abzuprotzen".
 
Oft sprang dann die ganze Waggonbesatzung heraus und verrichtete rechts und links vom Bahngeleise ihr Geschäft. Wohl dem, der dann "konnte". Das Zeichen der Abfahrt des Zuges war das Pfeifen der Lokomotive. Nun hatten die Landser links und rechts des Geleises schnell zu reagieren. Ruck-Zuck war das Geschäft zu beenden, schnellstens das Papier zu verwenden, so man eins hatte. Papier war gefragt. Die Hose schnellstens hochziehen und im Galopp zur Waggontüre.
 
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Autor: Alfred Meschenmoser, Essen
verantwortlich: Dr. Helmut Meschenmoser
aktualisiert: 19.5.2000

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