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    Handel auf dem Transport


 
Doch nun Appetitlicheres. Der Handelssinn entfaltete sich auf dem Transport zu voller Blüte. Wir hatten ja eine Fülle an Klamotten mit auf den Weg bekommen. Später war diese Fülle ja auch zu schleppen. Vor lauter Klamottenfülle war beinahe nicht mehr an Kriegführung zu denken. Alte Soldaten wußten das. Und sie wußten auch, bei der Fronttruppe mußte man mit viel weniger Klamotten auskommen. Alte Soldaten fingen also spätestens in Rumänien an, ihre Klamotten gegen Lebensmittel zu tauschen. Hunger litten wir ja nicht, aber Abwechslung bei der Nahrung war immer willkommen. Vertauscht wurde eigentlich alles, mit Ausnahme der Uniform.
Solche Tauschgeschäfte hatte ich schon 1941 im Norden der Ostfront kennengelernt und selbst auch getätigt. Inzwischen waren jedoch die Preise noch mehr verdorben. Schuld waren die Landser selbst. Viele meinten, sie sollten großzügig sein. Deshalb verzichteten sie auf das Wechselgeld oder zahlten freiwillig mehr als gefordert. Das war ein sicherer Weg, daß sich bald echte Marktpreise herausbildeten.
 
Folgen des Handels
 

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Autor: Alfred Meschenmoser, Essen
verantwortlich: Dr. Helmut Meschenmoser
aktualisiert: 19.5.2000

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