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Die ersten Verbesserungen an dem jetzigen Fahrrade
  1906 von Anton Daul
  Wenn man die von Zeit zu Zeit gemachten Fahrradverbesserungen an dem „Sicherheitsrade“ (von 1895) betrachtet und es mit seinem Vorgänger, dem „Rover“, in dieser Beziehung vergleicht, so muß es schon bei ganz oberflächlicher Betrachtung auffallen, daß die die Anstrengung des Fahrenden überwindenden Eigenschaften der Maschine um ein bedeutendes gesteigert worden sind. In dem ersten „Rover“ wurde das Körpergewicht des Fahrenden bloß von einem dünnen, nicht unterstützten Gestelle getragen, während die an dem neuesten Sicherheitsrade gemachten Erfindungen stets dahin zielen, jeder direkten Anstrengung immer wieder in einer direkten Weise zu begegnen. Daher die substantionelle Hinterröhre, welche gerade von dem Sattelpolster aus zu dem Kettenträger geht. Dies Prinzip ist nun durchaus und so vollkommen befolgt, daß selbst der Sattelträger in der Form eines T in der besondern Absicht hergestellt ist, den Sattel anstatt auf den Arm des sogenannten L-Stiftes zu setzen, er direkt auf die Röhre gesetzt wird. Auch die Handstange hat an dem „Sicherheitsrade“ (von 1895) manche und sehr zufriedenstellende verbesserte Veränderungen erfahren, indem sie so eingerichtet ist, daß sie dem Fahrer eine aufrechte Haltung des Oberkörpers gestattet und erleichtert. Auch ist der Kreisausschnitt der Handhabenstange um ein beträchtliches verringert worden, so daß die Arme eine viel bequemere und natürlichere Haltung als vorher gewinnen können. Dem allgemeinen Aussehen nach scheinen die jetzigen Fahrräder schwerer als vorher; aber in der Tat sind sie mit ihrem Röhrenwerke doch viel leichter. So ist auch bei allen Verbindungen der Teile eine vermehrte Stärke mit einem geringeren Gewichte erreicht worden. Besonders aber verdient das bei der Konstruktion der Fahrräder mit „brozing“ (Anlassen) bezeichnete Verfahren Beachtung, infolgedessen die zu verbindenden Teile mittels Hitze miteinander verbunden werden, indem der eine Teil, der in eine Vertiefung kommen soll, durch Hitze in derselben ausgedehnt wird und dann sich in derselben bewegend hält.
1906 - Anton. Daul: Die Erfindung und Entwicklung des Fahrrades bis zum modernen Sicherheits-Rade
1906 - Anton Daul: Das erste kurbelgetriebene Zweirad
1906 - Anton Daul: Der Knochendurchschüttler und seine Nachfolger
1906 - Anton Daul: Das Tricycle oder Dreirad
1906 - Anton Daul: Die moderne Maschine
1906 - Anton Daul: Das Fahrradbauen als eine Wissenschaft
1906 - Anton Daul: Der wohltätige Einfluß des Fahrradbaues auf andere Mechanismen
  1906 - Anton Daul: Die ersten Verbesserungen an dem jetzigen Fahrrade
1906 - Anton Daul: Der pneumatische Radkranz
1906 - Anton Daul: Ein Hand- und Fußrad
1906 - Anton Daul: Ein Fußfahrrad
1906 - Anton Daul: Fahrradantriebe vor Erfindung der Kettentransmission
 
  zitiert nach: Anton Daul: Illustrierte Geschichte der Erfindung des Fahrrades und der Entwicklung des Motorfahrradwesens. Dresden: Verlag von R. Creutz 1906, S. 1-16
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aktualisiert: 06.02.2006
 
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