Damit sollte der Berliner
Stadtbezirk Friedrichshain
mit der Luisenstadt (heute Kreuzberg)
und den damals noch freien Gemeinden
Schöneberg und Charlottenburg
verbunden werden. Ausgehend von
der Station Warschauer
Brücke über die Oberbaumbrücke führt
die sogenannte Stammlinie entlang
der alten Akzisemauer, dem Schlesischen
Tor, der Kottbusser
Tor, Halleschen
Tor über ein
Gleisdreieck hin zum Potsdamer
Bahnhof. Im Westen führte
die Strecke zunächst bis
Bahnhof Zoologischer Garten und
wurde anschließend
zum Charlottenburger Untergrundbahnhof Knie – heute Ernst-Reuter-Platz verlängert. Die
Sorge der Berliner Bürger machte sich an der
Veränderung der bisher breiten Straßen fest,
auf deren Mittelstreifen künftig die Hochbahn auf
einer Stahlkonstruktion gebaut
werden sollte.
Als Entgegenkommen wurden östlich
vom Gleisdreieck die
Hochbahnhöfe Schlesisches
Tor und Hallesches
Tor, westlich Nollendorfplatz und Bülowstr. von
namhaften Architekten gestaltet.
Die übrigen Hochbahnhöfe
entsprachen weitgehend den Planungen
des Ingenieurbüros
der Fa. Siemens, deren typische
Gestaltung an dem heute sehr gut erhaltenen Hochbahnhof „Görlitzer
Bahnhof“ besichtigt
werden kann.
In Charlottenburg wurde anfangs
eine Verlängerung
der Hochbahn über den Nollendorfplatz hinaus
auf dem Tauentzien vorbei an der Kaiser-Wilhelm-Kirche
nicht bewilligt. Erst nachdem die ersten Streckenabschnitte
gebaut waren, erfolgte eine Einigung
für die Verlängerung
als Untergrundbahn. So wurden
am Wittenbergplatz,
am Zoologischen Garten und am Knie U-Bahnhöfe
gebaut. Später erhielt auch der Bahnhof
Wittenbergplatz ein großes Empfangsgebäude.
Die Hochbahnstrecke wurde
sogar an zwei Stellen durch Häuser durchgeführt. Berühmt
ist der Hausdurchbruch
am Denewitzplatz. Eine Hausdurchbruch
ist auch noch heute erhalten.
Nach dem schweren
Hochbahnunglück wurde 1908 das
Gleisdreieck umgebaut. Seitdem gibt es dort einen Kreuzungsbahnhof.
Mit diesen Baumaßnahmen wurde eine Entlastungsstrecke
geschaffen, die über den neuen Untergrundbahnhof
Kurfürstenstr. führt.
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