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08.07.1948 | Die Neue Zeitung

Westdeutschland hilft den Berlinern

Frankfurt (NZ). - Aus allen Ländern Westdeutschlands werden Spenden und Sympathieadressen nach Berlin gesandt. Niedersachsen und Köln stifteten eine Tagesration, Schleswig-Holstein und Bremen forderten zu freiwilligen Spenden auf, Bayern stellte 100 000 Dosen Konservenmilch, 150 000 Tonnen Käse und 200 000 Flaschen Trinkbranntwein zur Verfügung.

Ministerpräsident Hermann Lüdemann erklärte im Landtag von Schleswig-Holstein, daß die sowjetische Blockade Berlins ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" sei und vor den Nürnberger Gerichtshof gehöre. Der Württembergisch-badische Landtag betonte gegen die Stimmen der KPD seine innere Verbundenheit mit Berlin und versicherte, daß er zur größtmöglichen Unterstützung der Berliner Bevölkerung bereit sei. In der sowjetischen Besetzungspolitik sieht der Landtag die Mißachtung aller Gebote der Humanität und gibt seinem Gefühl der Abscheu Ausdruck.

Die SPD will, wie Staatsrat Carlo Schmid, Vorsitzender der SPD in Südwürttemberg, mitteilte, in allen westdeutschen Länderparlamenten den Antrag einbringen, zugunsten der Berliner Bevölkerung auf eine Tagesration zu verzichten.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Verkehrsmittel, Flugzeug, Luftbrücke, Versorgung, Not, KFZ, Währung, Spende, Verkehrswerkstatt, Berlin, Deutschland
Aktualisiert am: 06.02.2006
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