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11.08.1948 | Neue Zeitung

Hungernde Ostzone soll Berlin versorgen

Potsdam (NZ). - Erhebliche Mengen an Nahrungsmitten müssen vom Lande Brandenburg als zusätzliche "freie Spitzen" im Erntejahr 1948/49 aufgebracht werden, wie aus einem Befehl des Chefs des SMA der Mark Brandenburg, Generalmajor Scharow, an den Ministerpräsidenten der Mark Brandenburg, Karl Steinhoff (SED), hervorgeht. Die SMA fordert eine zusätzliche Ablieferung von 300 000 Tonnen Milch, 1000 Tonnen Rindfleisch, 5000 Tonnen Schweinefleisch, 500 Tonnen Geflügel, 1000 Tonnen Ölsaaten und 9 Millionen Eiern. Diese Mengen sollen voraussichtlich zur Verteilung kommen; das meiste wird benötigt, um das Angebot der sowjetischen Regierung, ganz Berlin mit Nahrungsmitteln zu versorgen, erfüllen zu können. Einzelne Landkreise wurden bereits aufgefordert, sofort Lieferungen für Berlin bereitzustellen.

Diese Maßnahmen werden durchgeführt, obwohl in dem sowjetischen Angebot zur Versorgung Berlins ausdrücklich betont worden war, daß die Nahrungsmittel aus des sowjetischen Produktion bereitgestellt werden würden. Aus Dresden wird in diesem Zusammenhang berichtet, daß die Festzuteilungen für die erste Julidekade erst vor wenigen Tagen ausgeliefert wurden. Für die zweite und dritte Julidekade soll es anstatt von Fett andere Lebensmittel geben, die aber noch nicht eingetroffen sind.

Quellenangaben

Quelle: Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Verkehrswerkstatt, Berlin, Deutschland, Versorgung, Logistik, Güter, Transport , Statistik, Ernährung, Lebensmittel
Aktualisiert am: 06.02.2006
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