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18.08.1948 | Die Neue Zeitung

Luftbrücke hilft auch dem Westen

Essen (AP). - Die Berliner Luftbrücke kommt nicht nur der Bevölkerung von Berlin, sondern auch der des Ruhrgebietes zugute, wurde von Beamten der anglo-amerikanischen Kohlenbehörde am 16. August bekanntgegeben. Bei den Rückflügen werden Elektrogeräte für die Bergbaugebiete der Bizone befördert. Sooft es die Lufttransportlage erlaubt, werden feuersichere Schaltgeräte, Zündkerzen für Kohlenschneider, Widerstände, Stromkabel und andere Geräte für Westdeutschland verladen. Waren im Werte von etwa 600 000 D-Mark sind bisher auf dem Luftwege für den Westen aus Berlin eingetroffen.

Britische Behörden protestierten am 16. August erneut gegen die Verletzung der Luftsicherheitsvorschriften durch sowjetische Flugzeuge. Zwei sowjetische Jäger hatten sich im Luftkorridor Berlin-Hamburg der planmäßigen britischen Verkehrsmaschine "Vicking" bis auf etwa 30 Meter genähert und führten Sturzflugübungen durch. Die britischen Behörden erinnern in diesem Zusammenhang daran, daß bei derartigen Übungen sowjetischer Jäger bereits am 5. April dieses Jahres ein Zusammenstoß mit einer britischen Verkehrsmaschine entstanden ist.

Wie aus Kreisen der Royal Air Force verlautet, mußte ein britischer Düsenjäger vom Typ "Vampire" etwa 10 Kilometer von der sowjetisch-britischen Grenze entfernt, am 16. August in der Sowjetzone notlanden. Die Maschine war von einem Flugplatz bei Lübeck zu einem Übungsflug gestartet. Sowjetischen Meldungen zufolge ist der Pilot unverletzt.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Verkehrswerkstatt, Berlin, Deutschland, Verkehrsmittel, Flugzeug, Luftbrücke, Versorgung, Logistik, Güter, Transport, Technik, Unfall, Unglück
Aktualisiert am: 06.02.2006
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