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07.09.1948 | Die Neue Zeitung

Noch keine Einigung der vier Gouverneure

Berlin (NZ). - Von amtlicher Seite wurde erklärt, daß man bei den Berliner Vier-Mächte-Besprechungen noch zu keiner Entscheidung über die Beendigung der Berliner Krise gelangt sei. Diese Feststellung soll, laut AP, ein amtlicher alliierter Sprecher in Beantwortung von Berichten getroffen haben (die von der "Neuen Zeitung" übrigens nicht verbreitet wurden), nach denen die vier Militärgouverneure nach fünftägigen Verhandlungen ein prinzipielles Übereinkommen erreicht hätten.

Die Militärgouverneure, die am 5. September, entgegen den ursprünglichen Erwartungen, nicht zusammengetreten waren, kamen am 6. September zu ihrer sechsten Sitzung zusammen. Am Sonntag hatte lediglich der Alliierte Transportausschuß getagt. Wie hierzu aus alliierten Kreisen verlautet, sollen sich die englische und die amerikanische Delegation bereit erklärt haben, die eingleisigen Eisenbahnstrecken Berlin-Magdeburg-Marienborn und Berlin-Stendal-Oebisfelde mit eigenem Schienenmaterial zu zweigleisigen Strecken auszubauen. (Die Sowjets hatten bereits vor längerem jeweils einen Schienenstrang dieser Strecken demontiert.) Die Briten und Amerikaner sollen jedoch an ihren Wiederausbau-Vorschlag die Bedingung geknüpft haben, die beiden Strecken zu internationalisieren. Der Berliner Bürgermeister, Dr. Ferdinand Friedensburg, setzte seine Bemühungen um eine deutsche Teilnahme an der Berliner Vier-Mächte-Konferenz fort und erklärte, daß die Besatzungsmächte unter Umständen "einen entscheidenden Fehler" begehen würden, wenn sie keine Berliner Sachverständigen anhörten.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Verhandlung, Konferenz, Versorgung, Logistik, Güter, Transport
Aktualisiert am: 06.02.2006
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