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Artikel

08.09.1948 | Berliner Zeitung

Jetzt auch Weißgebäck

Die neuen Brot- und Nährmittelrationen

Berlin (Eig.Ber.). Ab 1. Oktober werden in der sowjetischen Besatzungszone je Dekade 150 g weißes Kleingebäck (Brötchen) für jeden Versorgungsberechtigten ausgegeben.

Nach der von der Deutschen Wirtschaftskommission beschlossenen Erhöhung der Lebensmittelrationen werden ab 1. Oktober folgende Brotrationen pro Monat (30 Tage) zugeteilt: Für Schwerstarbeiter (Kartengruppe I) 15 000 g; für Schwerarbeiter (II) 13 500 g; für Arbeiter (III) 12 000 g; für Angestellte und die übrige Bevölkerung (IV) 10 500 g. Kinder von 5 bis 15 Jahren erhalten in den 18 Großstädten monatlich 10 500 g Brot, in den übrigen Städten und Gemeinden 9000 g; an Kinder von 1 bis 5 Jahren werden in den Großstädten 9000 g und in den übrigen Städten und Gemeinden 7500 g Brot ausgegeben.

Die Nährmittelrationen in der sowjetischen Zone betragen jetzt: Für Schwerstarbeiter 1800 g in den 18 Großstädten bzw. 1500 g in den übrigen Städten; für Schwerarbeiter 1500 g bzw. 1200 g; für Arbeiter 1050 g; für Angestellte und die übrige Bevölkerung 750 g bzw. 600 g; für Kinder von 9 bis 15 Jahre 1200 g bzw. 1500 g; für Kinder von 5 bis 9 Jahre 750 g; bzw. 900 g; für Kinder von 0 bis 5 Jahre 750 g bzw. 600 g.

Für die 2500 Bewohner der Berliner Randgemeinden, die in die Versorgungskategorie der 18 Großstädte eingereiht wurden, gelten die entsprechenden Normen.

In unserer gestrigen Meldung über die Menge der in der sowjetischen Zone auszugebenden Einkellerungskartoffeln ist uns ein Fehler unterlaufen. Es erhalten die Schwerstarbeiter in der gesamten Zone 3,8 Zentner Einkellerungskartoffeln. In den Großstädten können auf die Karten für Schwerarbeiter, Arbeiter, Angestellte und für Kinder von 5 bis 15 Jahre 3,5 Zentner Kartoffeln eingekellert werden.

Quellenangaben

Quelle: Berliner Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Alltag, Mensch, Lebensmittel
Aktualisiert am: 06.02.2006
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