Pferdefuhrwerke
Schifffahrt
Flugzeuge
Eisenbahn
Lastwagen
Zurück | Drucken

Artikel

14.10.1948 | Die Neue Zeitung

Berlin braucht mehr Geld

Berlin (AP). - Die bizonalen Behörden sind am 12. Oktober angewiesen worden, ihren Budgetvorschlag nochmals zu überarbeiten, um die vorgesehene finanzielle Hilfe für Berlin zu erhöhen. Die Anweisung wurde notwendig, weil, wie der amerikanische Finanzberater Ralph McCabe mitteilt, von den vorgesehenen Ausgaben in Höhe von 408 Millionen Mark nur 45 Millionen zur Unterstützung der nahezu bankrotten Stadtverwaltung Berlins bestimmt waren. Dieser Betrag würde Berlin nur etwa sechs Wochen weiterhelfen.

Zwei Faktoren erschweren, wie McCabe meint, die Aufstellung des Bizonen-Budgets. Einmal sei die Zahl der Staatsangestellten bei weitem zu groß und zum anderen seien die Deutschen zu sehr auf Steuersenkungen bedacht. Die Zahl der Staatsangestellten ist, wie McCabe erläutert, selbst gegenüber dem "Dritten Reich" Hitlers, in dem die Bürokratie bekanntlich Blüten trieb, verdoppelt oder sogar verdreifacht worden.

Zu den Steuerlasten sagte McCabe, die Deutschen hätten jetzt weniger Steuern aufzubringen als Amerikaner oder Briten. Der Steuerdurchschnitt pro Kopf und Jahr betrage 200 Mark. Das durchschnittliche Monatseinkommen liege bei etwas mehr als 200 Mark.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Ökonomie, Haushalt, Finanzen, Steuer, Kosten, Arbeit, Staatsdiener, Beamte
Aktualisiert am: 06.02.2006
Zurück | Drucken