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Artikel

16.10.1948 | Die Neue Zeitung

"Besatzung der Ostzone nicht kriegsbereit"

Bonn (DPD). - Es sei unrichtig, daß die sowjetischen Behörden in der Ostzone Kriegsvorbereitungen träfen, erklärte der zweite Bürgermeister von Leipzig, Josef Eichelbaum (CDU), nach seiner Flucht in den Westen. Auch von der Ankunft sowjetischer Spezialeinheiten in der Ostzone könne keine Rede sein. Mit Eichelbaum befreundete sowjetische Stabsoffiziere hätten ihm in Leipzig versichert, daß die Sowjetunion in absehbarer Zeit nicht in der Lage sei, einen Krieg zu beginnen.

Der Kampf um Berlin, so sagte Eichelbaum weiter, werde von der Ostzonenbevölkerung mit großem Interesse verfolgt, da er beweise, daß der Westen Ostdeutschland nicht verloren gebe. In der Sowjetzone werde es jedoch von den Machthabern bereits als Landesverrat angesehen, wenn man über die Luftbrücke oder über das ERP spreche. Die Besatzungsmacht gehe mit aller Gewalt gegen die nichtkommunistischen Kräfte in der Ostzone vor, da sie bei den kommenden Wahlen einen Zusammenbruch der SED befürchte.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Krieg, Kommentar, Ostzone
Aktualisiert am: 06.02.2006
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