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Artikel

19.10.1948 | Die Neue Zeitung

Berliner Arbeiter wollen mehr Westmark

Berlin (NZ). - Die arbeitende Bevölkerung der Berliner Westsektoren wandte sich durch den Vorstand der Unabhängigen Gewerkschaftsorganisation (UGO) an die westlichen Militärregierungen mit der Bitte, die Westmarkbeträge in den Gehältern zu erhöhen. Die UGO wies auf die schweren wirtschaftlichen Schäden hin, die die Bevölkerung durch die doppelte Berliner Währung erleide, und forderte die Einführung der D-Mark als alleiniges Zahlungsmittel in den Westsektoren.

Nachdem die Sowjets auch die Energiezufuhren sperrten, mußten, wie der Magistrat in diesem Zusammenhang bekanntgab, 4741 Betriebe ihren Produktionsgang einstellen. Tausend Betriebe hatten bereits vorher wegen der sowjetischen Blockade geschlossen. 8095 mußten verkürzte Arbeitszeiten einführen. Insgesamt wurde 35 089 Arbeiter beschäftigungslos, während 57 997 mit verkürzter Arbeitszeit eine Teilproduktion aufrechtzuerhalten versuchten.

Es scheint nunmehr endgültig festzustehen, daß die SED an den Berliner Wahlen am 5. Dezember nicht teilnehmen wird. Karl Maron, Stadtverordneter der SED, erklärte am Sonntag auf einer kommunistischen Kundgebung im amerikanischen Sektor, daß die SED es ablehne, an den geplanten Wahlen teilzunehmen, um "einen Bürgerkrieg zu vermeiden", den die Westparteien zu schüren beabsichtigten.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Arbeit, Lohn, Gewerkschaft
Aktualisiert am: 06.02.2006
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