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06.11.1948 | Die Neue Zeitung

Luftpost-Paketverkehr nach Berlin gesperrt

Berlin (DENA). - Die Annahme von Luftpostpäckchen nach Berlin wurde, wie die Hauptverwaltung für Post- und Fernmeldewesen in Frankfurt am 4. November bekannt gab, infolge Beförderungsschwierigkeiten gesperrt. Künftig können demnach nur noch folgende Sendung nach Berlin und in die sowjetische Zone befördert werden: gewöhnliche und eingeschriebene Briefsendungen, darunter Briefe bis zu 1000 Gramm und Luftpostbriefe ebenfalls bis zu 1000 Gramm. Für letztere wird außer den normalen Gebühren ein Luftpostzuschlag von 5 Pfennigen pro 20 Gramm erhoben.

Die britische Militärregierung plant zum weiteren Ausbau der Luftversorgung Berlins in Schleswig-Holstein einen neuen Flugplatz anzulegen, von dem aus die neuesten englischen Transportflugzeuge vom Typ "Hastings" zum Luftbrückeneinsatz starten sollen. Als drittes Flugfeld der Berliner Westsektoren wurde jetzt im französischen Sektor das Flugfeld Tegel fertiggestellt. Nach vollendetem Ausbau des Flugplatzes soll dieser am 15. Dezember voll in Betrieb genommen werden. Obgleich die ungünstige Wetterlage und dichter Nebel die Luftversorgung nach Berlin behinderten, brachten anglo-amerikanische Transportflieger am 4. November in 460 Flügen fast 4000 Tonnen Versorgungsgüter in die blockierte Stadt.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Ökonomie, Währung, Währungsreform, Verkehrsmittel, Flugzeug, Luftbrücke, Post, Paket, Luftpost, Statistik
Aktualisiert am: 06.02.2006
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