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13.11.1948 | Die Neue Zeitung

Streiks um Berliner Währung?

Berlin (DENA/UP). - Die Arbeitnehmer der Berliner Lebensmittelbranche beabsichtigen, einen 24stündigen Streik auszurufen, um ihre Forderung auf die Einführung der Westmark als alleiniges Zahlungsmittel in den Berliner Westsektoren durchzusetzen. Am 13. November soll mit dem Gesamtverband der öffentlichen Betriebe und Verwaltungen (UGO) über die Verwirklichung des Streiks verhandelt werden. Da alle zugeteilten Lebensmittel nach der Währungsverordnung der westlichen Kommandanten für Berlin gegen Ostmark verkauft werden müssen, erhielten die Arbeitnehmer der Lebensmittelbranche bisher überhaupt kein Westgeld, weil auch die Lebensmittelhändler keine Einnahmen in Westmark hatten.

In einer Sitzung am 11. November unterstützte auch der Lohn- und Tarifpolitische Ausschuß der UGO diese Forderungen, indem er sich hinter den Beschluß der Stadtverordneten stellte, der die sofortige Verhandlung mit den westlichen Kommandanten über die Einführung der D-Mark als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel in den Westsektoren vorsieht.

Der amerikanische Militärgouverneur für Deutschland, General Lucius D. Clay, erklärte in diesem Zusammenhang am 11. November, daß ihm über einen entsprechenden Vorschlag des Berliner Stadtparlaments nichts bekannt sei. General Clay machte diese Äußerung in Verbindung mit der Nachricht einer französischen Zeitung, die gemeldet hatte, daß die zuvor genannte Forderung dem amerikanischen Außenminister George C. Marshall sowie den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs unterbreitet worden sei.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Ökonomie, Währung, Währungsreform, Arbeit, Streik
Aktualisiert am: 06.02.2006
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