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20.11.1948 | Die Neue Zeitung

Auch Ausweise sollen Ostzone blockieren

Berlin (DENA/AP). - Die Einführung sogenannter "Einheitlicher Reichsausweise" als allein gültige Personalausweise in der Ostzone und in allen vier Sektoren Berlins durch die Sowjets wurde jetzt durch den sowjetischen Militärgouverneur für Deutschland, Marschall Wassilij Sokolowskij, für den 1. Dezember angeordnet. Die Ausweise werden für alle deutschen Staatsangehörigen, Staatenlose und als Aufenthaltserlaubnis für Ausländer im Alter über 15 Jahren ausgestellt und müssen immer mitgeführt werden. Nach der Verordnung darf derjenige, der sich nicht im Besitz eines solchen Ausweises befindet, die sowjetische Zone und den Ostsektor Berlins nicht betreten und kann mit einer Geldstrafe von 150 Mark belegt werden.

Die anglo-amerikanischen Berliner Besatzungsbehörden mißbilligten den neuen sowjetischen Befehl als einen Bruch der Vier-Mächte-Abmachungen, da die Alliierten von den, Sowjets über die Maßnahme nicht unterrichtet wurden. Der amerikanische Militärkommandant in Berlin, Oberst Frank L. Howley, erklärte in diesem Zusammenhang, daß die Einführung der Einheitsausweise die Spaltung Berlins die von den Sowjets seit einigen Monaten systematisch betrieben werde, nur noch verschärfe.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Recht, Grenze, Ausweis, Paß
Aktualisiert am: 06.02.2006
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