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Artikel

26.11.1948 | Berliner Zeitung

Böswillige Provokationen

Berlin (ADN). Der stellvertretende Leiter für das Nachrichtenwesen der SMA, Generalmajor Semenichin, richtete an den Chef der Abteilung für Nachrichtenwesen der amerikanischen Militärverwaltung, Meryll, ein Schreiben, in dem es heißt: "Am 16. November dieses Jahres wurden im amerikanischen Sektor Berlins in den Kabelschächten 17 408 und 17 391 fünf Meter lange Enden aus den Kabeln herausgeschnitten, die das im sowjetischen Sektor gelegene Fernsprechamt mit dem Fernsprechzentralamt im amerikanischen Sektor verbinden. Die Abteilung für Post- und Fernmeldewesen des Magistrats hat keine rechtzeitige Maßnahme zur Behebung der Beschädigungen getroffen, so daß die Wiederherstellung erst am 19. November beendet werden konnte.

Die sowjetische Militärverwaltung in Deutschland erblickt in diesen böswilligen provokatorischen Handlungen die Absicht, die berechtigten Interessen der deutschen Bevölkerung des sowjetischen Sektors von Berlin zu schädigen und im Hinauszögern der Wiederherstellungsarbeiten der Abteilung für Post- und Fernmeldewesen des Magistrats eine Weigerung, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu berücksichtigen." General Semenichin forderte, daß in Zukunft ähnliche Beschädigungen der Nachrichtenmittel im amerikanischen Sektor von Berlin unterbunden werden.

Quellenangaben

Quelle: Berliner Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Versorgung, Telekommunikation, Sabotage, Technik, Störung
Aktualisiert am: 06.02.2006
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