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Artikel

30.11.1948 | Die Neue Zeitung

Berlin-Notopfer beginnt

München (NZ). - Den Post- und Finanzämtern der Westzonen sind aus Frankfurt die endgültigen Verfügungen über das "Gesetz zur Erhebung einer Abgabe Notopfer Berlin" erteilt worden. Postsendungen (mit Ausnahme von Postanweisungen und Zahlkarten), die für Empfänger innerhalb der Westzonen bestimmt sind, werden von Dezember bis einschließlich Februar mit einer Steuermarke im Wert von zwei Pfennig beklebt. Postsendungen innerhalb der Westzonen, auf denen diese Steuermarke fehlt, werden nicht befördert und gehen an den Absender zurück. Gleichzeitig wird von den Einkommen der Westzonen-Bewohner für November, Dezember und Januar eine Abgabe erhoben. Für jede angefangenen 100 DM Monatseinkommen sind jeweils, 60 Pfennig zu entrichten. Für das über 500 DM liegende Einkommen wird je eine DM für jede weiteren 100 DM erhoben.

Die eingehenden Beträge wurden bei der Verabschiedung des Gesetzes auf 20 Millionen DM geschätzt. Die Stadtverwaltung der Westsektoren Berlins soll damit die aus Westdeutschland stammenden Lebensmittel bezahlen oder den städtischen Haushalt damit auszugleichen versuchen.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Berlin, Verkehrswerkstatt, Deutschland, Ökonomie, Kosten, Finanzierung, Steuer, Notopfer
Aktualisiert am: 06.02.2006
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