Hochbahn
Lastwagen
Bautechnik
Eisenbahn
Ziehen und Schieben
Zurück | Drucken

Artikel

08.02.1949 | Die Neue Zeitung

Verschärfung der Gegenblockade

Berlin (DENA). - Ab Sonntag, 6. Februar, 24.00 Uhr, ist der gesamte Transitverkehr durch die Bizone untersagt. Diese Anordnung wurde am 4. Februar von der amerikanischen und britischen Militärregierung bekanntgegeben. Fahrzeuge, die Waren bei sich führen, dürfen die Zonengrenze zwischen Sowjet- und Bizone nicht mehr passieren, auch wenn es sich um Transitverkehr aus anderen europäischen Ländern handelt. Von dieser Sperre sind lediglich Personenfahrzeuge ausgenommen, die keine Waren außer dem persönlichen Gepäck der Reisenden mit sich führen.

Die in Berlin akkreditierten Vertreter Belgiens, der Niederlande, Luxemburgs, Frankreichs, Dänemarks und der Schweiz wurden in einer Note von dieser Maßnahme verständigt. Einer UP-Meldung zufolge wurde von amerikanischer Seite dazu erklärt, daß sich die Auswirkungen der vollständigen Sperre des Strassentransports von der Bizone nach der Ostzone nicht voraussehen lassen. Es wird auf den Umstand verwiesen, daß für Gütertransporte von der Bizone nach der Tschechoslowakei keine Sperre bestehe, so daß Lieferungen aus Westdeutschland nach Ostdeutschland eventuell auf diesem Umweg getätigt werden könnten.

Die amerikanischen Stellen versicherten zur gleichen Zeit, mit einer Ausweitung der Wirtschaftsblockade auf ganz Osteuropa sei nicht zu rechnen.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Gegenblockade, Güter, Gütertransport, Bizone, Ostzone, Handel, Handelsauflagen, Grenze, Kontrolle, Verbot, Transitverkehr, Berlin, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 06.02.2006
Zurück | Drucken