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10.02.1949 | Die Neue Zeitung

Verkehrsstille an der Zonengrenze

Braunschweig (NZ). - Die Einstellung des Transitverkehrs nach der Ostzone hat an der offiziellen Grenzübergangsstelle bei Helmstedt zu einer sonntagsmäßigen Ruhe geführt. Allerdings schrillt dafür bei der Polizei vor dem Schlagbaum der Autobahn fast unaufhörlich das Telephon. Zahlreiche Kraftfahrer, die sich noch in der britischen Zone befinden, erbitten Auskunft über die Rückfahrtsmöglichkeit.

Früher passierten bei Helmstedt täglich bis zu 20 Kraftwagen die Grenze. Da Geschäftsreisen von Kaufleuten in Zukunft nicht mehr geduldet werden, ist mit einem völligen Erliegen des Kraftwagenverkehrs zu rechnen. Außer der Ostzone werden auch die östlichen Randstaaten betroffen, die von holländischen und Schweizer Lastkraftwagen mit Liebesgaben versorgt wurden. Viele derartige Fahrzeuge kehrten bereits mit voller Ladung an ihren Ausgangsort zurück.

Im Zuge der Gegenblockade wurden am 8. Februar größere Warenmengen sichergestellt, unter anderen zwei Eisenbahnwagen mit Möbeln, Kisten und Akten des Eisenbahnzentralamts. Ferner wurden sechs Lastautos beschlagnahmt.

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Gegenblockade, Alltag, Versorgung, Transitverkehr, Eisenbahn, LKW, PKW, Handel, Beschränkungen, Reise, Geschäftsreise, Britische Zone, Berlin, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 06.02.2006
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