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24.02.1949 | Die Neue Zeitung

Die Berliner taufen ihre Kohle

Berlin (NZ). - Berlin hat jetzt sein eigenes "Berggesetz". Es wurde am 22. Februar gemeinsam vom wirtschafts- und rechtspolitischen Ausschuß der Stadtverordneten-Versammlung angenommen und sichert dem Magistrat die Ausbeutung der Braunkohlenvorkommen auf den Peckwiesen in Berlin-Reinickendorf.

Die frierenden Berliner hatten freudig die Nachricht gehört, daß die Bohrungen unerwartet erfolgreich waren. Bereits in einer Tiefe von 20 Meter war man auf ein dreieinhalb Meter starkes Flöz gestoßen. Die Qualität der Berliner Kohle entspricht in Übereinstimmung mit dem benachbarten unmittelbar östlich der Stadt gelegenen Bergwerken ungefähr der Lausitzer Braunkohle. Natürlich hofft jedermann in Berlin auf den Heizwert der Kohle, jedoch ist es möglich, daß sie sich auch als Rohstoffe für zahlreiche Industriezwecke eignen wird.

Den drei ertragreichsten Bohrstellen wurden die Vornamen der drei erfolgreichsten Berliner Bürgermeister beigegeben: "Ernst", "Louise" und "Ferdinand".

Quellenangaben

Quelle: Die Neue Zeitung
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Luftbrücke, Versorgung, Energieversorgung, Ökonomie, Rohstoff, Kohle, Braunkohle, Bergbau, Recht, Bergrecht, Industrie, Berlin, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 06.02.2006
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