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Artikel

19.03.1949 | Der Tagesspiegel

Der 268. Tag der Blockade

Am 268. Tag der Blockade trafen über die Luftbrücke mit Gütern, die für die Berliner Wirtschaft bestimmt sind, ein:

Flugzeuge 357

Tonnen Fracht 2514,6 (DPD)

Bruchlandung in Tempelhof

Am Freitag morgen gegen 9 Uhr verunglückte auf dem Flughafen Tempelhof ein von Wiesbaden kommendes Flugzeug vom Typ Skymaster beim Landen. Die Maschine, die bei einer Wolkenhöhe von 300 Metern und bei einer Sicht von nur 500 Metern von Osten her einflog, setzte ein wenig zu spät auf und konnte, da der Rollstreifen durch Nässe glatt war, nicht mehr rechtzeitig gebremst werden. Sie rollte ungefähr 200 Meter weit über die Landebahn hinaus und wurde beschädigt. Von der vierköpfigen Besatzung kam niemand zu Schaden.

H. Z.

Es wird verteilt

Französischer Sektor: Etwa 125 Gramm Kerzen auf Abschnitt 74 des 6. Haushaltausweises. Charlottenburg: Ein Päckchen Nährhefe auf Abschnitt 50 des Haushaltausweises bis zum 25. März. Mitte: Abschnitt S/L 5 der Februar-Lebensmittelkarte für Kinder verfällt heute.

Wieder 500 Tonnen Kohle für Krankenhäuser

Die stellvertretenden Kommandanten der westlichen Militärregierungen genehmigten am Freitag eine zweite Zuteilung von 500 Tonnen Kohle an die Krankenhäuser der Westsektoren. Die Kommandanten hatten bereits am Montag einer Zustellung von 500 Tonnen an die Krankenhäuser zugestimmt. (DPD)

Verbilligung nicht rationierter Lebensmittel

Auf dritte Dekade heute gegen Ostmark

Nach einer Mitteilung des Haupternährungsamtes müssen die Westberliner Lebensmittelgeschäfte heute, am Vorgriffstag, Waren für die dritte Dekade gegen D-Mark (Ost) verkaufen.

Magistratsdirektor Schöpke (FDP) dementierte die Meldung einiger Berliner Zeitungen, nach denen mit einer baldigen Lockerung der Rationierung zu rechnen sei. Er kündigte aber laut DENA eine "erhebliche Verbesserung" der Lebensmittelversorgung nach der Währungsumstellung an. Einige nicht rationierte Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Schokolade und Fischkonserven werden nach Ansicht Schöpkes in den Westsektoren dann wesentlich billiger sein als bisher. Private Fluggesellschaften würden diese nicht rationierten Waren zu einem Frachtpreis von 1 Westmark 60 pro Kilo nach Berlin bringen. Alle Waren, die auf diesem Weg nach Berlin kämen, müßten dem Magistrat gemeldet werden, damit eine willkürliche Preisbildung verhindert werde.

Quellenangaben

Quelle: Der Tagesspiegel
Schlagwörter: Verkehr, Geschichte, Politik, Teilung, Sektor, Blockade, Alltag, Versorgung, Ernährung, Flugzeug, Güter, Gütertransport, Lebensmittel, Luftbrücke, Statistik, Transport, Verkehrsmittel, Berlin, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 06.02.2006
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