Dieser Projektbereich wird betreut von: PD Dr. Helmut Meschenmoser.
Materialien
Hintergründe, Quellen, Dokumente rund um die Blockade und Luftbrücke
Folgende Hintergrundinformationen können für die breitere Auseinandersetzung mit dem Thema hilfreich sein. Sie können Anregungen für eine weitere Recherche bieten und auch Bezüge zum Beispiel zu technischen Themen oder politischen Wertungen herstellen.
Warum heißt es eigentlich "Rosinenbomber"?
Foto: Landesbildarchiv Berlin. Alle Rechte vorbehalten.
Die Flugzeuge der Allierten erhielten den Namen "Rosinenbomber" von der Berliner Bevölkerung. Gail Halvorsen und später seine Fliegerkameraden banden Süßigkeiten wie Schokoladentafeln und Kaugummi aus ihren Rationen (Tagesverpflegung für Soldaten) an aus Stofftaschentüchern selbst gebastelte kleine Fallschirme und warfen sie vor der Landung in Tempelhof für die unten am Flughafenrand wartenden Kinder ab. Diese Aktion erregte großes Aufsehen - viele Amerikaner spendeten Süßes, um damit die Operation "Little Vittles" (kleiner Proviant) zu unterstützen.
Als Gail Halvorsen während einer Ausladepause im Sommer 1948 am Flughafenzaun in Tempelhof ausgehungerte Kinder warten sah, versprach er, beim nächsten Mal Süßigkeiten mitzubringen. "Wie werden wir dein Flugzeug erkennen?", fragte ein Mädchen. "Ich werde beim Anflug mit den Flügeln wackeln", antwortete Halvorsen.
Gefährliches Unterfangen
Die Luftbrücke war keine Ferienreise - zahlreiche Piloten verunglückten, oder verloren ihr Leben während ihrer gefährlichen Tages- und Nachteinsätze, bei manchmal extremen Wetterbedingungen. Bei den rund 278.000 Flügen gab es mehrere tödliche Unfälle, bei denen 41 Briten, 31 US-Amerikaner und mindestens 6 Deutsche ihr Leben verloren.
Die Blockade traf auch die Berliner Bevölkerung sehr hart. Zahlreiche Menschen starben an Mangelernährung und Krankheit, besonders Tuberkulose.
Das Luftbrücken-
denkmal
Foto: Helmut Meschenmoser. Alle Rechte vorbehalten.
Seit 1951 erinnert in Berlin das vom Bildhauer Eduard Ludwig (1906-1960) geschaffene Luftbrückendenkmal am Platz der Luftbrücke vor dem Flughafen Tempelhof an die Opfer der Luftbrücke.
Im Berliner Volksmund wird es auch als "Hungerharke" oder "Hungerkralle" bezeichnet - Die drei Rundstreben (Krallen) des als Bogenansatz nach Westen ausgerichteten Denkmals stehen sinnbildlich für die drei Luftkorridore zwischen West-Berlin und der damaligen Trizone (die spätere Bundesrepublik Deutschland). Die Inschrift am Rundsockel lautet:
"Sie gaben ihr Leben für die Freiheit Berlins im Dienste der Luftbrücke 1948/1949". Darunter sind die Dienstgrade und Namen aller bei den Unfällen Verstorbenen verzeichnet.
Die Duplikate (Enden) stehen an der ehemaligen Rhein-Main Air Base auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens (ehemals Amerikanische Zone) sowie am Militärflughafen Wietzenbruch bei Celle (ehemals Britische Zone).
Quelle: Wikipedia
Flughäfen
Die meisten Flugplätze waren anfangs unbefestigte Graspisten und wurden im Laufe der Operation befestigt. So wurde zum Beispiel in Tegel in nur dreimonatiger Bauzeit die mit 2.400 m damals längste Start- und Landebahn Europas errichtet - die Grundlage für den heutigen Großflughafen Berlin-Tegel.
In Berlin wurden die Flughäfen Gatow (britischer Sektor), Tempelhof (amerikanischer Sektor) und Tegel (französischer Sektor) angeflogen. Außerdem landeten große britische Flugboote, mit denen hauptsächlich Kohle und Salz transportiert wurden, auf der Havel und dem Großen Wannsee. In Tempelhof wurde das seinerzeit modernste Radarsystem eingerichtet, um den dichten Flugbetrieb auch bei ungünstiger Witterung und bei Nacht aufrecht halten zu können.
Die Amerikaner starteten überwiegend von ihren großen Stützpunkten in Wiesbaden (Lindsey Air Station/Flugplatz Erbenheim) und Frankfurt am Main (Rhein-Main Air Base). Hauptumschlagplatz für das quantitativ bedeutsamste Frachtgut Kohle waren die in der britischen Zone gelegenen Flugplätze von Celle, Faßberg, Wunstorf und Schleswig/Jagel, die aufwändig ausgebaut wurden. Die britischen Flugboote starteten auf der Elbe in Hamburg-Finkenwerder.
Quelle: Wikipedia
Flugzeuge
Foto: Landesbildarchiv Berlin. Alle Rechte vorbehalten.
In der Anfangszeit benutzten die Amerikaner ihre C-47 Skytrain beziehungsweise deren ziviles Pendant DC-3. Diese Maschinen erwiesen sich mit einer Zuladung von maximal 3 Tonnen Ladung als zu leistungsschwach, so dass sie schnell durch die größere C-54 Skymaster beziehungsweise DC-4 ersetzt wurden, die immerhin 9 Tonnen Ladung tragen konnten und auch schneller waren. Insgesamt wurden 380 solcher Maschinen während der Luftbrücke eingesetzt (davon allein 225 Stück bei den Amerikanern), was den größten Anteil der eingesetzten Maschinen ausmachte.
Die weitgehende Beschränkung auf einen Flugzeugtyp bei den Amerikanern vereinfachte und optimierte deren gesamte Logistik. Die Flugzeuge hatten die gleiche Reisegeschwindigkeit und Flugcharakteristik, weshalb der Flugzeugabstand weiter reduziert und die Frequenz von Start und Landungen erhöht werden konnte. Die Wartung und Ersatzteilbeschaffung war einfacher und effizienter. Die auf einen Typ ausgebildeten Besatzungen konnten problemlos auf andere Maschinen desselben Typs wechseln. Das Verfahren zum Be-und Entladen konnte vereinheitlicht und mit größerer Routine abgewickelt werden.
Die Briten hingegen setzten ein Sammelsurium von Flugzeugtypen ein. Viele Flugzeuge waren ehemalige Bomber oder die Zivilversionen englischer Bomber. In Ermangelung von Flugzeugen charterten die Briten viele Flugzeuge ziviler Fluggesellschaften. Eine Besonderheit stellte der Einsatz von Flugbooten dar, die insbesondere für den Transport von Salz genutzt wurden.
Die Flugzeuge sind häufig in schlechtem Zustand. Da die Westmächte nach dem Zweiten Weltkrieg stark abgerüstet haben, müssen vielfach alte Flugzeuge eingesetzt werden, die zum Teil auf den Luftwaffenschrottplätzen zusammengeklaubt und flugbereit gemacht wurden. Unter der abblätternden Farbe auf den Tragflähen vieler dieser Maschinen sind die dunklen Streifen zu erkennen, die alle bei der Invasion in Nordafrika oder in der Normandie eingesetzten Flugzeuge trugen.
Quellen: Wikipedia, Stiftung Haus der Geschichte Deutschlands
Kleiner Personenverkehr
Die Blockade verhinderte den Güterverkehr zwischen West-Berlin und den westlichen Besatzungszonen, nicht jedoch den Personenverkehr. Auch die Berliner S-Bahn verkehrte ohne Einschränkungen weiter. Während der Blockade konnte die West-Berliner Bevölkerung und Firmen weiterhin in Ost-Berlin und in der sowjetischen Besatzungszone einkaufen und sich dort mit Lebensmitteln, Heizmaterial und anderem versorgen. Die Sowjetunion versuchte, West-Berliner dazu zu bringen, sich im Osten registrieren zu lassen, um ihre Lebensmittelkarten dort einlösen zu können. Auf das Angebot gingen aber nur wenige ein.
Quellen: Wikipedia
Der Flughafen Tegel entsteht
Die französische Besatzungsmacht wollte sich an der Luftbrücke beteiligen, besaß jedoch keinen eigenen Flughafen, so daß mit Hilfe der Amerikaner und großem Einsatz der Berliner Bevölkerung (ca. 19.000 Personen) in nur drei Monaten in der Jungfernheide bei Tegel eine neue Rollbahn angelegt wurde. Es entsteht mit einer Länge von 2.400 m die längste Start- und Landebahn Europas. Dies war dann gleichzeitig auch die Geburtsstunde des Flughafens Tegel.
Quellen: Wikipedia
Flughafen Frankfurt-Main
Im Kontrollturm der Frankfurter Airbase hieß es schon bald nach Beginn der Luftbrücke:
"Wir werden bald alle vier Minuten eine Maschine starten lassen. Das ist öfters als die Frankfurter Straßenbahn, die fährt nur alle zwanzig Minuten."
Quellen: Friedrich Semmer
Flughafen Tempelhof
Foto: Landesbildarchiv Berlin. Alle Rechte vorbehalten.
Tempelhof blieb trotz der notwendigen Dezentralisierung der Abwicklung Schwerpunkt der Luftbrückeneinsätze.
Der Flughafen Tempelhof wird in dieser Zeit weltberühmt, aber trotz seiner damaligen Einordnung, als einer der größten Flughäfen der Welt, gerät er an seine Leistungsgrenzen. Ein amerikanischer Luftbrückenpilot schrieb dazu:
"Berlins Flughafen Tempelhof war für derartigen Massenverkehr denkbar ungeeignet. Er besaß nur eine provisorische Stahllandebahn..... Die Landungen waren für unerfahrene Piloten abenteuerlich, da man die relativ dicht angrenzenden Wohnhäuser praktisch nur um Handbreite überflog."
Die nur provisorisch aus Lochblechplatten gefertigte Start- und Landebahn litt stark unter der Belastung, der in bis zu nur 90 Sekunden Abstand startenden und landenden Flugzeuge, so daß schon 14 Tage nach Beginn der Luftbrücke Luftwaffeningenieure dieser Piste nur eine ungefähre weitere Lebensdauer von 60 Tagen vorhersagten. General Smith sendet einen SOS-Ruf nach Washington, da für das Anlegen einer zweiten parallelen Bahn weder das erforderliche Arbeitsgerät in Berlin vorhanden war, noch das Material durch die Luftkorridore eingeflogen werden konnte. Der Zivilangestellte Lacomb zeigte auf dem Flughafen Frankfurt-Main seinen Einfallsreichtum, indem er Trecker, Zerkleinerungs- und anderes schweres Gerät aus den USA mit dem Schneidbrenner zerschnitt, die Teile nach Tempelhof schickte, wo er sie in langwieriger Arbeit wieder zusammenschweißte.
In Tag- und Nachtarbeit von ca. 800 Hilfskräften entstehen zwei neue Bahnen von ca. 1.600 m Länge. Als Material diente der Schotter des benachbarten S-Bahn-Gleises und die Trümmer der umliegenden Wohnbezirke. Die Hoffnung so eine belastbare, ebene Bahn zu schaffen, wurde allerdings enttäuscht, so daß man nach und nach Asphaltschichten aufbringen mußte. Während der Arbeiten bis zum September 1948 (erste neue Bahn) bzw. Oktober 1948 (zweite neue Bahn) landen nur wenige Meter entfernt der Arbeiten die "Rosinenbomber" auf der alten Landebahn.
Quellen: Wikipedia, Friedrich Semmer
Kinderluftbrücke
Auch 1953 kommt es zur "Kinderluftbrücke", bei der Berliner Kinder in den Ferien kostenlos nach Westdeutschland geflogen werden. Dabei ist natürlich schon allein der Flug ein herausragendes Erlebnis.
Quellen: Friedrich Semmer
Wiederaufbau des Kraftwerks West
Die Stromerzeugung in der geteilten Stadt wäre auch dann begrenzt gewesen, wenn die Möglichkeit bestanden hätte, Kohle in beliebiger Menge nach Berlin zu bringen. Nach Krieg und Demontagen verfügt West-Berlin nur über geringe Kraftwerkskapazitäten.
Der Wiederaufbau des Kraftwerkes West, kurz vor der Blockade beschlossen, wird energisch vorangetrieben. Fast die ganze Einrichtung des Werkes muss aus Westdeutschland geliefert werden, da auch die Berliner Großindustrie durch die Kriegsfolgen stark zerstört ist. Über die Luftbrücke werden insgesamt 1.500 Tonnen Turbinen- und Kesselteile nach Berlin geflogen. Sogenannte "Fliegende Güterwagen" oder "Fliegende Koffer" vom Typ C-82 mit geräumigen Laderäumen setzen die Alliierten dafür ein. Große sperrige Stücke, vor allem die Kesselteile, müssen dennoch für den Lufttransport zerschnitten und auf der Baustelle wieder zusammengeschweißt werden. Nach 20-monatiger Bauzeit, während der zeitweise 2.000 Mann in Tag- und Nachtschichten auf der Baustelle arbeiten, kann am 1. Dezember 1949 Oberbürgermeister Reuter die ersten Maschinen im wiederaufgebauten Kraftwerk in Betrieb setzen.
Quellen: Geocities
Notbehelfe vom Speicher
"Trotz Verdunkelung - Wir Berliner bleiben helle" ist die Devise, nach der die Berliner den Mangel des täglichen Lebens überwinden wollten. Die Menschen durchsuchten Keller und Speicher nach Geräten, die auch ohne elektrischen Strom funktionieren. So werden beispielsweise wieder Zahnbohrer in Zahnarztpraxen aufgestellt, die per Fuß mit einem Pedal angetrieben werden. Jahrzehnte lang hatten sie auf Speichern ihren Dornröschenschlaf gehalten. Auch Kerzenlicht und Petroleumlampen erleben während der Stromsperre ihre Renaissance. Batteriebetriebene Detektorapparate ermöglichen den Rundfunkempfang ohne Stromversorgung.
Quellen: Geocities
TU Berlin in Zeiten der Blockade
Für den Westteil der Stadt bedeutete die Blockade trotz der Versorgung mit Kohlen und Lebensmitteln aus der Luft noch größere Einschränkung als zuvor. Es fehlte insbesondere an Brennmaterial, Lebensmittel und Unterkünften. Der Schwarzmarkt blühte. Diebstähle waren fast an der Tagesordnung. Die TU blieb davon nicht verschont: Unter anderem wurden im August 1948 die Felgen samt Reifen vom Dienstwagen des Rektors entwendet. Da die TU frei zugänglich war, konnten sich immer wieder unbefugte Personen Zutritt verschaffen. Der Dekan der Fakultät für Maschinenwesen bemängelte in einem Brief an den Rektor vom 29. September 1948 das Verhalten der Pförtner und Reinemachefrauen. Diese würden Schlüssel für Räume aushändigen bzw. diese aufschließen, ohne die betreffenden Personen zu überprüfen, ob sie überhaupt ein Zugangsrecht hätten bzw. überhaupt zur Hochschule gehören würden.
Um Frostschäden an Heizungs- und Be- bzw. Entwässerungsanlagen zu vermeiden, mußten die TU-Gebäude besonders sorgfältig winterfest gemacht werden. Ein Schreiben des Rektors vom 18. Oktober schloß alle nicht winterfesten Räume von der Beheizung aus. Da die TU ein eigenes Kraft- und Heizwerk besaß, das den Krieg relativ unbeschadet überstanden hatte, produzierte sie Strom und Heizwärme größtenteils selbst. Ein Notplan der TU sah zunächst nur die Beheizung von Verwaltung, Studentenhaus plus Küche, Physik-, Chemie- und eines Teils des Ergänzungsgebäudes vor. Der Leiter des Kraft- und Heizwerks schätzte die Bedarfsmenge auf 2000 Tonnen. Im milden Winter 1947/48 hatte die TU für Heizung und Strom 3100 Tonnen Steinkohle verbraucht. Die Kohlenlieferungen blieb jedoch zunächst aus. Das TU-Kraftwerk mußte stillgelegt werden. Eine spätere Zuteilung von 100 Tonnen Kohlen war binnen vierzehn Tagen aufgebraucht.
Dafür erhielt die TU ein Stromkontigent aus dem städtischen Netz der BEWAG. Nur zwei Stunden am Tag und zwei Stunden in der Nacht Strom reichten jedoch nicht aus. Die Bitte, dauernd an das Netz angeschlossen zu werden, wurde der TU nicht erfüllt. Die Hochschulleitung stellte daraufhin Pläne für Stromschaltzeiten der einzelnen Institute auf. Die Benutzung von elektrischen Heiz- und Kochapparaten wurde strengstens verboten. So konsequent hielt man sich allerdings nicht an das Verbot. Die TU-Verwaltung führte das Ansteigen des Stromverbrauchs bei sinkender Temperatur im Oktober 1948 in erster Linie auf die Nutzung dieser Geräte zurück. Ende November mußte man einräumen, daß die TU ihr monatliches Stromkontigent von 35000 Kilowattstunden um etwa 15000 Kilowattstunden überziehen würde. Die Befürchtung, die BEWAG würde nun der TU den Strom abstellten, bewahrheitete sich aber nicht. Die Energieknappheit blieb weiter. Noch im Mai 1949 gab es wegen des Kohlenmangels kein warmes Duschwasser für die Studierenden.
Shmoo
Die alliierten Luftbrückenpiloten ließen "Shmoos", die begehrten Gummipuppen mit dem lustigen Gesicht, beim Anflug auf Berlin manchmal aus ihren Maschinen gleiten. Im CARE-Büro wurden gegen Vorzeigen eines "Shmoos" zusätzliche CARE-Pakete ausgegeben.
Quellen: SWR, Warum? Geschichte
CARE Pakete
Kollage: Michael Ley, Alle Rechte vorbehalten.
27. November 1945
22 amerikanische Wohlfahrtsorganisationen gründen eine private Hilfsorganisation, die "Cooperative for American Remittances to Europe": CARE.
21. Februar 1946
Der amerikanische Präsident Harry S. Truman genehmigt den Transport humanitärer Hilfsgüter nach Deutschland.
1948/49
Während der Blockade gelangen mit von CARE gemieteten Flugzeugen mehr als 200.000 CARE-Pakete mit Lebensmitteln in die von jeder Versorgung abgeschnittene Stadt.
CARE trägt in dieser Zeit eine große Verantwortung, denn 60 Prozent der privaten Hilfen für Berlin werden von CARE erbracht. Als einzige private Hilfsorganisation hält CARE während der Blockade die Lieferungen in vollem Umfang aufrecht. Im Durchschnitt werden pro Tag 1.000 Pakete mit Lebensmitteln eingeflogen. Anfang 1949 erreicht die Anzahl der CARE-Pakete eine Rekordhöhe von 30.000 im Monat. Von fast zehn Millionen CARE-Paketen, die zwischen 1946 und 1960 nach Deutschland gelangen, erhalten allein die Berliner drei Millionen. Heute lindert die internationale Hilfsorganisation CARE in mehr als 70 Ländern Armut, Hunger und Krankheit.
Die ersten CARE-Pakete sind so genannte "Ten-in-One-Rationen" aus Beständen der US-Armee. Ursprünglich dafür gedacht, während des Zweiten Weltkrieges jeweils zehn Soldaten mit einer Mahlzeit zu versorgen, enthält jedes Paket:
- 9,8 Pfund Fleisch und Innereien,
- 6,5 Pfund Cornflakes, Haferflocken und Kekse,
- 3,6 Pfund Obst und Pudding,
- 2,3 Pfund Gemüse,
- 3,9 Pfund Zucker,
- 1,1 Pfund Kakao-, Kaffee- und anderes Getränkepulver,
- 0,8 Pfund kondensierte Milch,
- 0,5 Pfund Butter,
- 0,4 Pfund Käse,
- eine Packung Zigaretten,
- etwas Kaugummi
Im März 1947, als die Bestände an Zehner-Paketen verbraucht sind, beginnt CARE, Pakete zu verschicken, deren Inhalt die Organisation selbst zusammenstellt und packt. Diese sind stärker auf den Bedarf von zivilen Familien als den von Soldaten abgestimmt. Sie enthalten mehr Fleisch, mehr Fett, mehr Kohlenhydrate und andere Bestandteile, um die europäische "Diät" anzureichern. Der Nährwert dieser Pakete entspricht etwa 40.000 Kalorien. Er variiert von Zeit zu Zeit, hat jedoch folgende Grundausstattung:
- 1 Pfund Rindfleisch in Kraftbrühe,
- 1 Pfund Steaks und Nieren,
- 0,5 Pfund Leber,
- 0,5 Pfund Corned Beef,
- 0,75 Pfund "Prem" (Fleisch zum Mittagessen),
- 0,5 Pfund Speck,
- 2 Pfund Margarine,
- 1 Pfund Schweineschmalz,
- 1 Pfund Aprikosen-Konserven,
- 1 Pfund Honig,
- 1 Pfund Rosinen,
- 1 Pfund Schokolade,
- 2 Pfund Zucker,
- 0,5 Pfund pulverisierte Eier,
- 2 Pfund Vollmilch-Pulver,
- 2 Pfund Kaffee
Quellen: CARE Deutschland
Gerne erweitern wir hier die Informationen. Anregungen und Wünsche nehmen wir gerne an. Schreib uns einfach eine Notiz oder einen Kurzartikel.
Zu verschiedenen Schlagwörtern stehen im Medienforum Berlin ausgewählte Medien zur Ausleihe zur Verfügung. Bestellungen sind per Fax, Telefon oder E-Mail möglich. Die Berliner Schulen werden einmal pro Woche beliefert - die Rückgabe erfolgt vor Ort oder über den Lieferwagen. Vereine und Bildungsträger erhalten nach einem Antrag auch Medien.
Neben dem Medienforum gibt es auch noch weitere Medienangebote im Internet, auf die hier ebenfalls verwiesen wird. Schränke die Medienanzeige durch Auswahl eines Schlagwortes, Medienformates oder eines Anbieters ein.
Bilder zur Zeitgeschichte 1945-1965
Ausgehend von der Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkriegs werden die wichtigsten Ereignisse der besonderen Entwicklung Berlins bis 1965 festgehalten. Dabei werden die Luftbrücke, die Ereignisse des 17. Juni sowie der Mauerbau in Einzelheiten gezeigt.
Berlin 1946-1948. Vorspiel zur Blockade
- 1. Teil: Die Entwicklung in Berlin. Eindruck von der angespannten Situation (mit Originaleinblendungen maßgeblicher Politiker, wie Otto Ostrowski, Ernst Reuter, Louise Schröder, Otto Suhr und Kurt Schumacher).
- 2. Teil: Originaleinblendungen zu den unmittelbaren Ursachen (Kalter Krieg, auseinanderlaufende Konzeption der Siegermächte, Währungsreform) und zu den Ereignissen am Beginn der Blockade Berlins: Druck auf die Bevölkerung und die Stadtverordneten, Verunsicherung durch abgestufte Bekanntmachung der Blockademaßnahmen, Zweifel über und Vertrauen in die Luftbrücke.
Luftbrücke Berlin
Der Film zeigt mit Hilfe von Kartentrick und Dokumentaraufnahmen, wie der Versuch der Sowjetunion, Westberlin durch eine Blockade von der Bundesrepublik Deutschland zu separieren, durch die Luftbrücke der Westalliierten überwunden wurde.
Berlin: Blockade und Luftbrücke
Im Juni 1948 blockiert die Sowjetunion die Zufahrtswege nach West-Berlin. Authentisches Bild- und Filmmaterial und Statements von Zeitzeugen informieren anschaulich über die von den USA eingerichtete Luftbrücke zur Versorgung der Millionenstadt.
Deutschland auf dem Weg in die Teilung
Das Videoband enthält Originalwochenschauen der Besatzungsmächte für die britische und amerikanische sowie die sowjetische Zone. Dieselben zentralen Ereignisse dieses Zeitraums werden aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt und geben Einblick in die Deutschlandpolitik der Siegermächte und den beginnenden Kalten Krieg. Das Begleitmaterial ethält Hinweise zur Arbeit mit Filmdokumenten als historische Quellen und zur vergleichenden Quelleninterpretation.
Kalter Krieg und Berlinkrise 1945-1949 aus sowjetischer und britisch-amerikanischer Sicht
Hitler war ihr gemeinsamer Feind, aber schon kurz nach Kriegsende begann die Anti-Hitler-Koalition zu bröckeln, schnell wuchs das Misstrauen auf beiden Seiten. Erster Höhepunkt des Kalten Krieges war die Berlinkrise 1948/49. Filme aus sowjetischen sowie US-amerikanischen und britischen Archiven zeigen, wie sich die gegnerischen Machtblöcke durchaus ähnlicher propagandistischer Mittel bedienten. Die Filmberichte werden medienkritisch kommentiert.
Ein Wandbild entsteht
Der Film beschreibt das Entstehen des Wandbildes "Rosinenbomber" und begleitet die Künstler Werner Brunner, Vera Malamud und Pit Mischke vom Atelier Oranienstraße durch die verschiedenen Etappen von der Idee bis zum fertigen Bild - einem Erinnerungsmerkmal (Denkmal) an die Luftbrücke von 1948/49.
siehe auch Lichtbildreihe 1052491 "Stadtbilder-, Fassaden- und Giebelmalerei in Berlin"
Die erste Schlacht des kalten Krieges
Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit der Blockade Berlins (West) durch die Sowjetunion und die von den Westmächten daraufhin organisierte Luftbrücke zur Versorgung der Stadt. Bilder vom Alltag der Blockade wechseln ab mit Wochenschauberichten und Interviews mit deutschen und alliierten Zeitzeugen.
Es werden Ausschnitte aus der berühmten Rede Reuters vor dem Reichstag gezeigt.
Die Berliner Luftbrücke (1948-1949)
Die Berliner Luftbrücke ist bis heute ein Symbol der Freundschaft zwischen West-Berlinern und den Westalliierten. Dieser Teil der Nachkriegsgeschichte wird anhand von Archivmaterial und Aussagen von Zeitzeugen gewürdigt.
The Berlin Airlift 1948-1949
Die Berliner Luftbrücke ist bis heute ein Symbol der Freundschaft zwischen West-Berlinern und den Westalliierten. Dieser Teil der Nachkriegsgeschichte wird anhand von Archivmaterial und Aussagen von Zeitzeugen gewürdigt. Sie berichten über die Lebensbedingungen der unmittlbaren Nachkriegszeit. Die existentiellen Probleme dieser Phase wie Hunger, Wohnungsnot und katastrophale Energieversorgung werden durch vielfältiges Archivmaterial illustriert und informativ kommentiert.
Überleben nach '45
Zeitzeugen berichten über die Lebensbedingungen der unmittlbaren Nachkriegszeit. Die existentiellen Probleme dieser Phase wie Hunger, Wohnungsnot und katastrophale Energieversorgung werden durch vielfältiges Archivmaterial illustriert und informativ kommentiert.
Themba-Projekt
Darstellung eines Jugenddorf-Projektes in Südafrika durch die Berliner Jugend und von CARE Deutschland als Dank für die Berliner Luftbrücke 1948.
Besatzer - Beschützer - Freunde
Ausgehend vom Festakt der letzten gemeinsamen Parade im Juni 1994 erzählt der Film in einer Rückblende die Geschichte der Alliierten in Berlin. Im Mittelpunkt stehen dabei der Wiederaufbau nach dem Krieg und der Marshall-Plan, Blockade und Luftbrücke, Mauerbau und Berlin-Abkommen der vier Siegermächte, sowie deren Rolle auf dem Weg zur deutschen Einheit.
Luftbrücke Berlin
Ein dokumentarischer Rückblick über die Zeit, in der englische und amerikanisch Flugzeuge die West-Berliner aus der Luft mit dem Lebensnotwendigsten versorgten. Eingegangen wird auch auf das Leben und den Erfindungsreichtum der Bevölkerung im Kampf um das Überleben. Schließlich wird am 12. Mai 1949 nach fast einem Jahr die Blockade aufgehoben.
Deutschland auf dem Weg in die Teilung
Die DVD enthält die 11 Filmdokumente des Arbeitsvideos 4202300 "Deutschland auf dem Weg in die Teilung. Wochenschauberichte aus Ost und West 1946-49". Sie sind kombiniert mit einem Unterrichtsfilm-Beispiel zu demselben Zeitraum, in dem einige dieser Filmdokumente teilweise oder ganz verwendet wurden.
Außer dem unmittelbaren Zugriff auf jedes Einzeldokument bietet die DVD durch die Kombination von Originaldokumenten mit Unterrichtsfilm ausgezeichnete Ansatzpunkte für unterrichliche Fragestellungen, die Geschichtsunterricht mit Medienerziehung verbinden: Wie entsteht Geschichtsdarstellung? Wie wird Geschichte medial vermittelt?
Berlin Airlift - The beginnings of the Cold War
The Western powers airlift of supplies to Berlin during the Soviet Blockade of the city.
Ihr Völker der Welt...
Reuters berühmte Rede im Originalton sowie weitere Filmdokumente zur Luftbrücke.
Damals nach dem Krieg...
Multimedial aufbereitere Chronik der Nachkriegszeit
Luftbrücke für Berlin
Bildergalerie von Welt Online
Flieger mit Kohlen und Kartoffeln: Die Berliner Luftbrücke
Sendemitschnitte zum Anhöhren und Herunterladen
Im Internet finden sich zahlreiche Angebote, die sich mit dem Thema "Luftbrücke" und "Berliner Blockade" beschäftigen.
Luftbrückenmuseum
Diese Internetseiten sind ein Angebot des Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. Dokumentiert werden z. B. die Leistungen der U.S. Air Force und der Royal Airforce am Flugplatzstandort Faßberg.
Deutsches Historisches Museum
LeMO: Lebendiges virtuelles Museum Online
Beim virtuellen Gang durch 150 Jahre Zeitgeschichte werden Informationstexte sowie Film- und Tondokumente mit den musealen Objektbeständen verknüpft und vermitteln so ein umfassendes Bild von Geschichte. Ein Teilbereich widmet sich der Blockade und der Luftbrücke.
Technische Universität Berlin
Gian Hessami zeigt in diesem Artikel aus der Zeitschrift "TU intern, 5/98" die Situation der Berliner Stundenten und der Hochschule zu Zeiten der Blockade auf.
Die Berliner Luftbrücke
Friedrich Semmer trägt hier auf seiner privaten Homepage Informationen und Geschichten zur Berliner Luftbrücke zusammen. Geschichtliche Hintergründe, Eckdaten und Informationen zu wichtigen Personen runden das Angebot ab.
Katholische Schule Salvator Berlin
Projektarbeit eines Leistungskurses PW unter Leitung von A. Behnke zum Thema Luftbrücke, die auf einer Sammlung von Interviews mit Zeitzeugen aufbaut.
The Berlin Airlift Veterans Association (en)
Dieses englischsprachige Angebot bietet z. B. Kurzgeschichten beteiligter Piloten, Informationen zum Ablauf der Luftbrücke und eine umfangreiche Fotosammlung.
Berlin Airlift Historical Foundation (en)
Dieses englischsprachige Angebot gibt neben der geschichtlichen Auseinandersetzung auch einen Überblick über die beteiligten Einheiten der Alliierten. Schwerpunkt des Internetangebotes sind die Flugzeuge.
Stiftung Luftbrückendank
Die Stiftung Luftbrückendank, 1959 zum 10. Jahrestag von Willy Brandt errichtet, erzielte 1,6 Millionen DM aus Spendeneinnahmen, aus deren Zinsen Angehörige der 78 Opfer der Luftbrücke finanziell unterstützt wurden. Heute finanziert die Stiftung Gedenkveranstaltung, aber auch Vortragsreihen. Für Schulen steht ein Vortragskonzept mit Video-Präsentation zur Verfügung.
