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Redensarten
zum Reisen mit Pferdefuhrwerken |
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"Wenn einer eine Reise tut, dann kann
er was erleben!" |
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Solche und andere Redewendungen stammen
aus der Zeit der Reisen mit Pferdefuhrwerken. Sie zeugen von der Beschwerlichkeit.
Diese kommen in einigen Reiseberichten
zum Ausdruck. |
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Weitere Beispiele: |
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Wie viele "verfahrene Situationen"
galt es schon zu meistern? |
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Heute hat sich der Mittelfeldspieler bemüht,
"den Karren aus dem Dreck zu ziehen". Nach dem Spiel gibt
es den Moment, da "schlagen sie über alle Stränge". |
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Es geht immerzu "über Stock
und über Stein". |
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Und in der heutigen Zeit des erweist sich
jemand, der Bedenken äußert als "Bremsklotz"
oder "Hemmschuh". |
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Steigt die Unzufriedenheit, "fährt
man ihm an den Karren", oder "man peitscht ihm ein".
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Wenn "alles gedeichselt ist",
"rollt die Sache wieder". |
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Jemanden 'an die Kandare nehmen' bedeutet
sinngemäß, jemanden scharf 'zügeln' bzw. in der Freiheit
einschränken, streng behandeln. (Kandare = Zaumzeug zum strengen
Zügeln des Pferdes). |
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'Scheuklappen tragen'. Im übertragenen
Sinne: fehlendes Interesse für andere Meinungen und dadurch Befangensein. |
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Retourkutsche
ursprünglich: Kutsche, die für die Hin- wie für die
Rückfahrt benutzt wird (19. Jhdt.).
Im übertragenen Sinne: Erwidern eines Vorwurfs mit denselben
Worten, bzw. das Reagieren auf eine Handlung mit ähnlicher
Handlungsweise.
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SW: Verkehr,
Verkehrsmittel, Pferdekutsche, Tier, Pferd, Bericht, Reise, Reisebericht,
Augenzeugen, Sprache, Sprachgebrauch, Redewendung, Spruch, Sprechweise,
Redensart, Etymologie, Geschichte, Alltag, Deutschland, Verkehrswerkstatt |
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Dr. Helmut Meschenmoser
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aktualisiert: 06.02.2006
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