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03.06.2000 | Lübecker Nachrichten

Verspätungen

Lebensmüde Frau wollte sich vor den Zug stürzen

HAMBURG/LÜBECK - Eine junge Frau wollte sich am Freitag vor einen Zug stürzen. BGS und Polizei versuchten, die mit einer Gaspistole bewaffnete Frau von ihrem Vorhaben abzuhalten. Dazu wurde der Hamburger Bahnhof längere Zeit gesperrt. Die junge kranke Frau konnte schließlich von ihrem Vorhaben abgebracht werden. Eine junge Frau, die aus dem Landeskrankenhaus Lüneburg geflohen war, drohte, auf die Gleise des Hamburger Bahnhofs vor einen Zug zu springen. Von 4:32 bis 6:37 Uhr führte das zu einer Sperrung des gesamten Hamburger Bahnhofs, teilte der BGS mit. Den Beamten auf dem Bahnhof war die Frau aufgefallen, die sofort eine Polizeipsychologin zu Hilfe riefen. Diese wurde aber von der Frau nicht akzeptiert. Es gelang jedoch einem Beamten des BGS, ihren Namen und den ihres Therapeuten zu erfragen. Nachdem dieser eingetroffen war konnte mit der lebensmüden Frau gesprochen werden. Von dem Vorfall waren insgesamt 30 Fernzüge und fast 60 Regionalzüge betroffen. Auch der S-Bahnverkehr wurde eingestellt, sagte der Sprecher der Deutschen Bahn AG in Hamburg. Die Züge aus Lübeck hielten bereits in Wandsbek. Für die Reisenden aus Richtung Harburg war in Hammerbrook die Endhaltestelle. Die Bahn versuchte mit Bussen den Verkehr aufrecht zu halten. Zahlreiche Pendler kamen dadurch zu spät zur Arbeit. Manche Reisende mussten über zwei Stunden warten. Zwei ICE und ein IC standen lange Zeit im Bahnhof, bevor sie dann endlich losfahren konnten. Besondere Sorgen machten der Polizei ferner 70 Hooligans des Fußballvereins 1. FC Union Berlin, die auf der Rückreise von einem Spiel waren. Der Sprecher erklärte, sie seien von der Polizei genau beobachtet worden, "da sie etwas knurrig über die Verspätung waren".

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten, Autor: dpa
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Personenverkehr, Fernverkehr, ICE, IC, IR, Mensch, Psychologie, Verhalten, Suizid, Selbstmord, Psychiatrie, Drohung, Gefahr, Lebensgefahr, Ursache, Zeit, Verspätung, Wartezeit, Berufsverkehr, Betriebsstillstand, Fahrgast, Pendler, Fußballfan, Hooligan, Arbeit, Beruf, Therapeut, Deutsche Bahn AG, Hamburg, Schleswig-Holstein, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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