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30.10.2000 | Lübecker Nachrichten

Schleswig-Holstein steht zur Bahn in Travemünde

LÜBECK - Die Bahnhöfe in Lübeck sind keine Zierde der Bahn. Ins Gerede gekommen sind insbesondere die drei Bahnhöfe in Lübeck Travemünde, der Strand- und der Hafenbahnhof und der Haltpunkt Skandinavienkai. Zerbrochene Scheiben, Unrat und stinkende Unterführungen stören die Reisenden und das Image des Ostseebades, "Lübecks schönster Tochter". Erschreckt wurden viele Lübecker durch die Pläne des Lübecker Bürgermeisters Bernd Saxe (SPD), der vorgeschlagen hatte, die Bahnlinie nach Lücke ganz still zu legen, um auf die Stadt zukommende Kosten in Höhe von 12 Millionen Mark zu sparen. Eine Sprecherin der schleswig-holsteinischen Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS) erklärte jetzt, dass bereits im kommenden Jahr die Modernisierung von Strand- und Hafenbahnhof durchgeführt werde. Petra Cordes erläuterte die Absichten der Landesregierung für diese beiden Bahnhöfe. Sie ist die zuständige Projektleiterin. Der Hafenbahnhof soll nach Angaben von Cordes einen neuen Bahnsteig erhalten, der von außen zugänglich ist. Damit entfällt die Unterführung, die besonders schmutzig sei und viel Ärger bereite. Auch die Bahnsteige am Strandbahnhof würden erneuert und modernisiert. Dadurch würde der Komfort für die Reisenden steigen und der Service verbessert, so Cordes weiter. Für das Gebäude des Strandbahnhof selbst gibt es allerdings noch keine neuen konkreten Pläne. Das Gebäude gehört der Bahn und diese arbeite noch an einem Nutzungskonzept. Cordes machte deutlich, dass die Pläne von Bürgermeister Saxe für die LVS kein Thema seien. Die CDU in Lübeck ist skeptisch. "Schon oft wurden uns Pläne angekündigt und dann folgte nichts", erklärte CDU Fraktionsvorsitzender Klaus Puschaddel. Die CDU würde die Pläne aus Kiel erst einmal auf ihre Seriosität prüfen. Puschaddel wörtlich: "Wenn sich die Pläne als tragfähig erweisen, wären sie durchaus interessant."

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten, Autor: Jörg Köpke
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Personenverkehr, Fernverkehr, Nahverkehr, Bahnhof, Sanierung, Renovierung, Baumaßnahme, Planung, Stilllegung, Schulden, Entschuldung, Haushaltssanierung, Kostenreduktion, Ökonomie, Rentabilität, Kosten, Kostenabschätzung, Kalkulation, Politik, Lokalpolitik, Finanzierung, Zuschüsse, Service, Deutsche Bahn AG, Lübeck, Schleswig-Holstein, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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