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13.11.2000 | Lübecker Nachrichten

Mehdorn gerät zunehmend in Kritik

BERLIN - Der Bahnchef Mehdorn gerät durch die immer deutlicher werdenden Finanzprobleme der Deutschen Bahn AG zunehmend in die Kritik. Der Vorstandsvorsitzende wird für das Debakel immer häufiger auch persönlich haftbar gemacht. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Klaus Lippolt, erklärte, Mehdorn würde seine Hausaufgaben nicht machen, wenn er immer neue Finanzspritzen vom Bund fordere, statt beim Unternehmen selbst anzusetzen. Unterstützung erhielt Mehdorn dagegen von Hans Eichel (SPD), der als Finanzminister noch zu dem Bahnchef steht und ihn für den richtigen Mann hält. Er forderte diesen aber auf, rückhaltlos die Missstände beim ehemaligen Staatsbetrieb aufzudecken und neue Lösungen zu erarbeiten. Eichel wies darauf hin, dass die Bahn vom Bund weit mehr Zuschüsse erhalte, als sie selbst einnehme. Sie erhalte, so Eichel, im Jahr 2001 37 Milliarden und 2002 sogar 41 Milliarden. Darin sind die 2 Milliarden enthalten, die aus den Zinsersparnissen bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen angefallen sind. Wie der "Spiegel" berichtet, ist die Finanzmisere der Bahn der Regierung aus Berichten des Bundesrechungshofes längst bekannt. Das Bundesverkehrsministerium hat trotzdem die Zahlen der Bahn über Gewinnsteigerungen übernommen, obwohl bekannt war, dass diese wesentlich geringer ausfallen werden, als öffentlich bekannt gemacht wurde.

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten, Autor: dpa
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Ökonomie, Bilanz, Jahresabschluss, Kostenrechnung, Verlust, Ertrag, Planung, Wettbewerb, Markt, Konkurrenz, Privatisierung, Zuschuss, Subvention, Rationalisierung, Management, Politik, Finanzpolitik, Rechnungshof, Kritik, Fehleinschätzung, Spekulation, Deutsche Bahn AG, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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