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10.03.2001 | Lübecker Nachrichten

Castor-Transport - Erste Anschläge bereits erfolgt

Greifswald - Dannenberg - Atomgegner haben einen ersten Anschlag auf die Bahnstrecke Greifswald - Lubmin (Meck-lenburg-Vorpommern) unternommen, indem sie dicke Äste und Enden von Baumstämmen auf die Gleise geworfen haben. Die Energiewerke Nord (EWN) werden eine Anzeige wegen Sach-beschädigung erstatten.

Auf den geplanten Transport werde dieser Zwischenfall keine Auswirkungen haben. Der Transport des Castors, so der Sprecher Manfred Meuerer in Greifswald, werde planmäßig erfolgen. Die Atomgegner haben auch einige Schrauben an der Schielen gelockert. Eine "AG kritischer Bahnarbeiter" habe sich zu den Taten bekannt. An anderen Stellen seien, so der Sprecher weiter, auch Krallen auf die Oberleitungen geworfen worden. Dies wurde von der Polizei in Potsdam bestätigt. Betroffen seien Gleisabschnitte in Wiesenhagen und Kemnitz. So sei die gesamte Strecke zwischen Potsdam und Magdeburg sowie die Strecke Berlin - Halle gefährdet. Es gab jedoch nur kleinere Sachschäden, keine Verletzten.

Auch an anderen Strecken gab es Vorfälle, so auf der Strecke Walshausen - Linden bei Hannover. Dort führt die Castorstrecke nach Gorleben vorbei. Auch hier wurde eine Hakenkralle benutzt, die von einem Güterzug mitgerissen worden sei. Der Lokführer bemerkte einen doppelten Knall und einen starken Blitz am Stromabnehmer. Der Zug fuhr zu dieser Zeit mit 50 km/h.

Umweltverbände haben zu gewaltfreien Protesten gegen die geplanten Castor-Transporte aufgerufen. Sie wandten sich gegen die Transporte, die von Le Hague in Frankreich und dem britischen Aufbereitungswerk ausgingen. Sie sprachen von einer neuen Transportwelle der Castorbehälter. Sie appellierten an die Partei der Grünen, sich gegen diese Transporte auszusprechen.

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Güterverkehr, Unfall, Behinderung, Güterzug, Atomtransport, Brennelemente, Atomenergie, Entsorgung, Wiederaufbereitung, Castor-Behälter, Castor-Transport, Politik, Umwelt, Ökologie, Atomausstieg, Demonstration, Protest, Vandalismus, Terror, Strafe, Lebensgefahr, Schiene, Hindernis, Stromversorgung, Arbeit, Beruf, Lokführer, Polizist, Polizei, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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