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28.03.2001 | Lübecker Nachrichten

Neun Tote in Belgien - Schweres Bahnunglück

PECROT - Dicht neben einer Ortsstraße führen die Gleise durch den kleinen Ort in der Nähe Brüssels, auf denen sich ein schweres Unglück ereignete. Es forderte neun Todesopfer und eine Anzahl zum Teil schwer Verletzter. Der belgische König Albert II. eilte an den Unglücksort und drückte den Angehörigen sein Beileid aus. Der Ministerpräsident schloss sich dem König an.

Es handelt sich um das schwerste Zugunglück in Belgien seit über 25 Jahren. Das Land steht unter einem Schock. Unter den Toten waren einige Kinder und die beiden Lokführer. Die Retter suchten mehrere Stunden in den zertrümmerten Wagen nach weiteren Opfern.

Die Ursache des Unfalls ist im Versagen eines der beiden Lokführer zu suchen, er soll ein Signal übersehen haben. So raste ein Zug mit Vorortpendlern in einen leeren Regionalzug. Die Wagen des leeren Zuges schoben sich in die Höhe und legten sich übereinander, sie boten einen gespenstischen Anblick.

Augenzeugen berichteten von einer schwarzen Wolke und viel Rauch. Mehrere Menschen an der Ortsstraße sahen wie die Züge aufeinanderfuhren, hin und her schwankten und sich ineinander verkeilten.

Eine Kontrollstation in Brüssel hatte das Unglück kommen sehen, als das Halt-Signal überfahren wurde und hatte sofort den Strom der Strecke abgeschaltet. Doch da war es schon zu spät. Das Unglück nahm seinen Lauf.

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Personenverkehr, Nahverkehr, Unfall, Unglück, Katastrophe, Ursache, Mensch, Versagen, Signal, Verhalten, Unaufmerksamkeit, Folgen, Tote, Verkehrstote, Arbeit, Beruf, Lokführer, Technik, Sicherheit, Überwachung, Fernüberwachung, Sicherheitstechnik, Stromunterbrechung, Energieversorgung, Belgien, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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