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17.05.2001 | Lübecker Nachrichten

Bald im Halbstundentakt

Fahrplan 2001/2002 bringt zahlreiche Verbesserungen

KIEL/LÜBECK – In der Hauptverkehrszeit wird künftig jede halbe Stunde eine Verbindung von Lübeck nach Hamburg möglich sein. Ab Ende 2002 wird der Halbstundentakt dann voll eingeführt.

Die beliebten Interregiozüge zwischen Lübeck und Hamburg fallen ab sofort mit dem Fahrplanwechsel weg. Aber trotzdem fahren Züge zwischen den beiden Städten, zumindest in den Spitzenzeiten im Halbstundentakt. So verspricht es die Deutsche Bahn AG. Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis weist auf die dänischen IC’s hin, von denen ein zusätzlicher Zug eingesetzt wird. Zusammen mit den zusätzlichen Regionalzügen sei schon jetzt ein Halbstundentakt in den Hauptzeiten erreicht, meinte der Sprecher.

Auch die Anschlüsse in Hamburg werden besser als bisher gestaltet sein. Durch die zusätzlichen Verbindungen beträgt die Wartezeit nun nur 25 statt bisher 55 Minuten. Dies hält die Bahn für akzeptabel.

Auch in Kiel gibt es wesentliche Verbesserungen: Über Hamburg wird ein neuer Neigezug ICE-T nach Berlin eingesetzt, der für die Strecke nur noch zwei Stunden und sieben Minuten braucht. Neu ist auch ein Zug nach Polen, der Krakau in 13 Stunden mit Norddeutschland verbindet. Für Lübecker interessant kann der Nachtzug nach Stuttgart werden, der um 22:31 Uhr in Hamburg startet und morgens gegen 9 Uhr in Stuttgart endet. Auch der Gegenzug verkehrt ähnlich und erreicht Hamburg um 20:54 Uhr.

Mit der Einführung des nächsten Fahrplans – wegen der Vereinheitlichung in Europa erst Ende 2002 – wird der Halbstundentakt zwischen Hamburg und Lübeck endgültig eingerichtet, so Meyer-Lovis bei der Vorstellung des neuen Fahrplans. Dies wurde von der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS) und deren Sprecher Bernhard Wewers bestätigt. In zähen Verhandlungen der vom Land beauftragten Gesellschaft sei es gelungen, die Nachteile im Fernverkehr durch Verbesserungen im Nah- und Regionalverkehr aufzuwiegen. Auch der Wegfall der Interregiowagen kann durch die modernisierten Regionalwagen wettgemacht werden, meinte Wewers. Er konnte auch auf die Steigerung der Fahrgastzahlen hinweisen, die durch das Konzept der Landesregierung gefördert werden. Selbst die Zusammenarbeit der verschiedenen Betriebsgesellschaften, der AKN, der Deutschen Bahn AG und der Nord-Ostsee-Eisenbahn (NOB) verlaufe nach einigen Anfangsproblemen inzwischen zufriedenstellend. NOB Geschäftsführer Karl-Heinz Fischer wies auf den Anstieg der Fahrgastzahlen auf der NOB-Strecke Kiel–Husum um 24 Prozent hin. Auch die anderen NOB-Strecken nach Husum und St. Peter-Ording verzeichneten steigende Fahrgastzahlen. Die Sprecherin der AKN kündigte neue Verbindungen, unter anderem einen Schülerzug, auf der Strecke Eidelstedt–Kaltenkirchen an.

Die Mitnahme von Fahrrädern ohne Entgeld soll weiter ausgeweitet werden. Erstmals können die Räder auch nach Sylt mitgenommen werden. Die "Sylter Welle" macht es möglich.

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten, 17.05.2001, Autor: Christian Risch
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Personenverkehr, Deutsche Bahn AG, AKN, Nord-Ostsee-Bahn, NOB, Nahverkehr, Regionalverkehr, Fernverkehr, Fahrplan, Fahrplanänderung, Zeit, Wartezeit, Halbstundentakt, Fahrgastzahlen, ICE, Interregio, Regionalexpress, Politik, Landesregierung, Landesweite Verkehrsservicegesellschaft, LVS, Kiel, Lübeck, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Schleswig-Holstein, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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