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23.05.2001 | Lübecker Nachrichten

Eisenbahner der AKN streiken – Bahnhöfe verlassen

HAMBURG/KALTENKIRCHEN – Die Eisenbahner der AKN haben am Dienstag mit einem unbefristeten Streik begonnen. Der Sprecher der Eisenbahnergewerkschaft TRANSNET, Johann Reis, erklärte, dass alle Züge der privaten Eisenbahn die hauptsächlich von Pendlern nach Hamburg benutzt wird, still stehen. 90 Prozent der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter streiken auch, so dass kein Zugverkehr möglich ist. Neben den Strecken Hamburg–Eidelstedt–Kaltenkirchen–Neumünster ist auch die Strecke Elmshorn und Ulzburg sowie Heide–Büsum betroffen.

AKN-Vorstandssprecher Johannes Kruszynski berichtet, dass der Busverkehr gut genutzt wird. Gleichzeitig gestand er zu, dass es zu wenig Busse gab und es zu Staus kam. Er forderte die Gewerkschaften auf, neu zu verhandeln. Der ehemalige Ministerpräsident Engholm (SPD) soll wiederum als Schlichter angerufen werden.

Die Gewerkschaften, neben der TRANSNET ist auch die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) beteiligt, sind zu Verhandlungen bereit, fordern aber ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber. Dies betonten übereinstimmend Reis und für die Lokführer Martin Janitschke, die rund ein Drittel der Mitarbeiter vertreten. Die Forderungen der Gewerkschaften beziehen sich nicht nur auf die Lohnforderung von 4,5 Prozent, sondern auch auf die Regelung der Altlasten, Rentenbeiträge und Sozialleistungen in Höhe von ca. 7 Millionen Mark pro Jahr aus früheren Zeiten, die von den Gesellschaftern der AKN, den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein übernommen werden müssten, so Janitschke.

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten, 23.05.2001
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Personenverkehr, Regionalverkehr, AKN, Arbeit, Beruf, Lokführer, Gehalt, Lohn, Lohnvereinbarung, Lohnforderungen, Tarifvertrag, Haustarifvertrag, Sozialabgaben, Renten, Rentenbeiträge, Konflikt, Arbeitskampf, Streik, Interessen, Arbeitnehmer, Gewerkschaft, Gewerkschaft der Eisenbahner, TRANSNET, Gewerkschaft der Lokführer, Arbeitgeber, Landesregierung, Politik, Folgen, Zugausfall, Störungen, Hamburg, Kaltenkirchen, Schleswig-Holstein, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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