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08.10.2001 | Berliner Zeitung

Neue Jobs im Güterverkehr.

Bahn übernimmt neues Verkehrszentrum für den Güterverkehr

BELIN – Zusammen mit dem neuen Hauptkunden Danzas Euronet, einer Tochter der Deutschen Post, hat die Deutsche Bahn AG das Güterverkehrszentrum Wustermark in Betrieb genommen. Danzas stellt dort die Ladungen für den neuen Güterschnellzug Parcel-Intercity zusammen. Dieser Zug wird von Danzas und der Deutschen Bahn Cargo AG gemeinsam betrieben. Seit Anfang 2000 fährt der erste Zug dieses Typs erfolgreich zwischen Hamburg und München. Zunächst war er nur als Post-Express zwischen den Paketzentren der Deutschen Post gedacht. Heute wird alles transportiert, was in Container geladen werden kann.

Zwei weitere Strecken stehen bei Danzas und der Deutschen Bahn-Tochter Cargo in der Planung, nämlich die Strecken zwischen Köln und München sowie zwischen Köln und Berlin. Bereits Anfang Oktober gingen die Strecken in Betrieb. Voraussetzung war das neue Terminal in Wustermark. Von dort werden die Ladungen auf LKW nach Berlin gebracht. Zunächst werden zwei der Nachtzüge fahren. Wenn es läuft, sind weitere Zugverbindungen geplant.

Brandenburgs Verkehrminister Hartmut Meyer lobte das Konzept, durch das tausende LKW-Fahrten vermieden werden. Die Finanzierung der 18,5 Mark Millionen (9,5 Millionen Euro) teuren Umladeanlage durch die Deutsche Leasing AG ist das zweite Unternehmen dieser Art. Das Land hat sich an der gesamten Anlage des Güterverkehrszentrums mit 50 Millionen Mark beteiligt. Weitere solcher Zentren sind in Großbeeren und Freienbrink entstanden. Alle sind in der Nähe Berlins. Es gibt jedoch auch Problem mit der Verkehrsanbindung dieser Zentren, besonders dem in Großbeeren, dort fehlt seit längerem die notwendige Verbindungsstraße. In den drei Zentren bei Berlin arbeiten 4500 Menschen. Langfristig sollen weitere 4000 Stellen für Mitarbeiter geschaffen werden.

In Großbeeren scheint die Zusammenarbeit der Bahn mit den Spediteuren jedoch noch nicht zu klappen. Die LKW-Unternehmen klagen über Verzögerungen beim Umladen und über zu hohe Preise. Die Auslastung dieses Zentrums erfolgt nur zu 10 Prozent. Hier setzen die Spediteure jetzt zunehmend auf private Bahnbetreiber. Auch die Straßenanbindung nach Berlin ist nicht optimal. Der notwendige Neubau wird wegen Geldmangel von Berlin immer wieder verschoben.

Quellenangaben

Quelle: Berliner Zeitung, 8.10.2001, Seite: 31, Autor: Peter Kirnich
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, LKW, Deutsche Bahn AG, Danzas, Güterverkehr, Fernverkehr, IC, Terminal, Güterverkehrszentren, Kombiverkehr, Politik, Finanzierung, Ökologie, Arbeit, Arbeitsplätze, Technik, Berlin, Köln, München, Brandenburg, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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