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14.10.2001 | Berliner Zeitung

Brüssel macht Ärger für die Deutsche Bahn

BRÜSSEL – Die EU hat die Deutsche Bahn AG abgemahnt. Sie soll einen privaten Konkurrenten bei der Vermietung von Lokomotiven diskriminiert haben. Der Bahn wurde eine Frist von zwei Monaten zur Erklärung eingeräumt. Falls die Bahn nicht das Gegenteil beweisen kann, muss sie mit einem Bußgeld rechnen, machte die EU-Kartellkommission bekannt. Es handelt sich um einen Streit zwischen der Bahn AG und der Georg Verkehrsorganisation (GVG) in Verbindung mit der Schwedischen Eisenbahn (SJ) um die Vermietung von Loks für die Strecke Berlin–Malmö. Die Deutschen hätten erst einen überhöhten Preis verlangt und später die Bereitstellung gänzlich verweigert. Bahnchef Mehdorn wies die Vorwürfe energisch zurück. Die Deutsche Bahn sei kein Lokvermieter und werde nicht in dieses Geschäft einsteigen. Es gibt nach Ansicht von Mehdorn genug Anbieter von Mietloks in Deutschland. Notfalls will er vor den Europäischen Gerichtshof ziehen.

Quellenangaben

Quelle: Berliner Zeitung, 13./14.10.2001, Seite: 27, Autor: AFP
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Fernverkehr, Personenverkehr, Lokomotive, Mieten, Leasing, Gericht, Europäische Kommission, Kartell, Recht, Privatisierung, Stilllegung, Internationalisierung, Berlin, Malmö, Schweden, Deutschland, Europa, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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