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21.04.2003 | Lübecker Nachrichten

GdL will nach Ostern Streik

Lokführergewerkschaft vergleicht sich mit Piloten

LÜBECK - Die Gewerkschaft der Lokführer (GdL) hat sich nicht mit den anderen Gewerkschaften für Eisenbahner auf die Einigung mit der Deutschen Bahn eingelassen. Die kleine Spartengewerkschaft, die ca. 75 Prozent der Lokführer organisiert, reklamiert für den Kreis der Lokführer eine Sonderrolle. Ein Vergleich mit den Piloten bei den Fluggesellschaften sieht die Sprecherin der GdL, Marion Janitschke, nicht ungern. Sie sieht ihre Mitglieder in hoher Verantwortung für die Sicherheit und bei direktem Kontakt als Zugbegleiter auch dem Ärger der Kunden besonders ausgesetzt.

Diese Haltung kann Heinz Fuhrmann auch als Gewerkschaftsführer, er war bei den Verhandlungen mit der Bahn auf der Seite der Beamtengewerkschaft der Bahn GDBA der maßgebende Vertreter, nicht nachvollziehen. Eine besondere Rolle der Lokführer kann er nicht erkennen, da die Bahn ein Unternehmen ist, das von der Gesamtleistung aller Beteiligten lebt. Für ihn sind die Lokführer "die Jungs die Gas geben und Bremsen".

Ungeachtet aller Argumente der Drohgebärde der Bahn beharrt die GdL jedoch auf dem Sonderstatus ihrer Mitglieder und gibt sich kampfbereit. So ist bereits am Dienstag mit ersten Warnstreiks zu rechnen. Sollte es dann nicht zu einer raschen Einigung mit der Bahnverwaltung kommen, wird eine Urabstimmung durchgeführt und längere Streiks könnten die Folge sein. Bei der Bahn gibt es drei konkurrierende Gewerkschaften: die TRANSNET, mit 330.000 Mitgliedern die stärkste Gruppe, die nicht nur Beschäftigte der Deutschen Bahn AG organisiert. Gegründet wurde sie ursprünglich 1896 als Gewerkschaft der Eisenbahner.

Die GDBA organisiert hauptsächlich die Beamten der ehemaligen Reichs- bzw. Bundesbahn und deren privater Nachfolger Deutsche Bahn AG. Sie hat 65.000 Mitgliede rund gilt als einer der größten Verbände der Beamtengewerkschaften.

Die GdL, Gewerkschaft der Lokomotivführer wurde bereits 1867 gegründet und vertritt 75 Prozent der Lokführer und Zugbegleiter. Sie hat 35.000 Mitglieder, von denen 22.000 bei der Deutschen Bahn beschäftigt sind.

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten, 20./21.04.2003, Seite: 7, Autor: Joachim Strunk
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Deutsche Bahn AG, Arbeit, Lohn, Gehalt, Gewerkschaft, Gewerkschaft der Lokführer (GdL), GdL, Streik, Transnet, GDBA, Tarifkonflikt, Ökonomie, Personenverkehr, Güterverkehr, Umsatz, Einnahmen, Frankfurt, Berlin, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2003
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