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23.04.2003 | Lübecker Nachrichten

GdL bleibt hart - Lokführer zum Streik bereity

Bahn AG stoppt Vorruhestand von Zugführern

FRANKFURT - Die Gewerkschaft der Lokführer verzichtet nach der Entscheidung des Arbeitsgerichts in Frankfurt in dieser Woche auf den angekündigten Streik, nicht jedoch auf die Streikbereitschaft. Die Deutsche Bahn AG hat, um den Ausfällen von Zügen entgegen zu wirken, die Maßnahmen zum Vorruhestand von Lokführern ausgesetzt, bis die Arbeitskampfmaßnahmen beendet sind. Hiergegen hat nun die Gewerkschaft TRANSET protestiert, die bereits vor Wochen einen Tarifvertrag abgeschlossen hat. Gewerkschaftsboss Hansen protestierte gleichzeitig gegen die Überlegungen der Konzernspitze, die ausgebildeten Nachwuchskräfte nicht einzustellen und darüber hinaus auch keine neuen Auszubildenden aufzunehmen.

TRANSET ist aber auch über die Gewerkschaft der Lokführer empört, da die große Zahl der übrigen Beschäftigten unter den Maßnahmen der kleinen Konkurrenzgewerkschaft zu leiden hat. Auch sei es unfair, die Kunden nochmals zu belästigen.

Die geplanten Streiks der GdL waren in zwei Verfahren vom Arbeitsgericht verboten worden. Die Gewerkschaft hat Widerspruch eingelegt. Hierüber wird nun verhandelt. Wie es in der kommenden Woche aussehen wird, ist bisher nicht abzusehen. Die GdL beharrt auf dem Extravertrag für die Lokführer, dem sog. Spartenvertrag. Diesen lehnen die anderen Gewerkschaften und die Bahn strikt ab. Während die Bahn mit Schadenersatzforderungen droht, sind die GdL-Gewerkschafter verhandlungsbereit, sobald die Berechtigung von Spartenverträgen für ihre Mitglieder anerkannt wird.

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten, 23.04.2003, Seite: 7, Autor: AP
Schlagwörter: Verkehr, Verkehrsmittel, Eisenbahn, Deutsche Bahn AG, Arbeit, Lohn, Gehalt, Gewerkschaft, Gewerkschaft der Lokführer (GdL), GdL, Streik, Transnet, GDBA, Tarifkonflikt, Ökonomie, Streik, Warnstreik, Arbeitsgericht, Personenverkehr, Güterverkehr, Umsatz, Einnahmen, Frankfurt, Berlin, Deutschland, Verkehrswerkstatt
Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2003
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