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21.05.1999 | Lübecker Nachrichten

Schweres Zugunglück: Schlampereien bei der Bahn

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg erhebt, beruhend auf einem Gutachten des Fraunhofer Institutes, schwere Vorwürfe gegenüber der Deutschen Bahn AG. So habe es bei der Überprüfung der Reifen des Unglückszuges von Eschede schwere Wartungsmängel gegeben. Neben einer Ultraschallprüfung der Radreifen haben sich die Techniker der Bahn damit zufriedengegeben, die Räder auf Mängel hin lediglich abzutasten und anzuschauen. Dieses Verfahren sei völlig unzureichend bestätigte Prof. Hermann Wüstenberg, Experte der Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung bereits 5 Tage nach dem schweren Unglück, bei dem 101 Menschen ums Leben gekommen waren. Mittlerweile wird von Expertenseite bezweifelt, ob die gummigefederten Reifen, welche die Deutsche Bahn AG als einzige Betreibergesellschaft benutzte, überhaupt bei Hochgeschwindigkeitszügen eingesetzt werden dürften. Aufgrund der massiven Proteste wurden mittlerweile die Reifen bei allen ICE's ausgetauscht, die Wartungsintervalle verkürzt, sowie mehr Personal zur Wartung eingestellt.

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten
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Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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