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21.05.1999 | Lübecker Nachrichten

Eschede-Unglück zieht Konsequenzen nach sich

Frankfurt/Main - Als Konsequenz des schlimmen ICE-Unglücks bei Eschede hat die Bahn nun ihre Sicherheitsbestimmungen verstärkt. So wurde vielerorts die Streckenführung verändert oder verbessert, Wartungsintervalle wurden geändert und die gummigefederten "Unglücksreifen" wurden bei allen ICE-Zügen durch Vollräder ersetzt. Besonderer Wert wird darauf gelegt, bei Neubaustrecken keine Weichen mehr vor Tunneln und Brücken zu installieren, um zu verhindern, dass im Falle eines Unglücks Trümmer auf den Zug fallen könnten. Obwohl Bahn-Chef Ludewig sich zur Verantwortung der Bahn an dem Unglück bisher nicht äußern wollte, seien bereits erhebliche Entschädigungszahlungen geflossen. Den Angehörigen der 101 getöteten Menschen wurden 30 000 Mark an Schmerzensgeld gezahlt, etwa 20 000 Mark mehr als in solchen Fällen üblich. Auch an die 119 Verletzten sind bereits Zahlungen ergangen, bis jetzt hat die Bahn rund 50 Millionen Entschädigungsleistungen gezahlt. Der Ombudsmann Otto Ernst Krasney sprach von Ansprüchen, die sich über Jahre hinziehen könnten. Trotz des Schreckens, den das Unglück ausgelöst hat, ist das Vertrauen in die Bahn mittlerweile wieder gestiegen und die Fahrgastzahlen haben in diesem Jahr um 3-5 % angezogen.

Quellenangaben

Quelle: Lübecker Nachrichten
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Aktualisiert am: 02.01.2006
Erstellt von: C. Duismann 2001
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