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Foto: Meschenmoser

Rosinenbomber für Berlin

Die Luftbrücke

Flugzeuge warten auf die Starterlaubnis in Berlin Flughafen Tempelhof. Foto: Landesbildarchiv Berlin. Alle Rechte vorbehalten.
Berlin (NZ). - Seit dem 30. Juni ist Berlin nur noch durch die Luftbrücke mit dem Westen verbunden.

Der bisher noch zeitweilig funktionierende Wasserstraßenverkehr ist auf sowjetischen Befehl gesperrt worden. Der Interzonen-Personenverkehr ist entgegen anderslautenden Meldungen nicht wieder aufgenommen worden. Einzelnen Reisenden wurde der Grenzübertritt bei Lübeck und auch an anderen Grenzübergangsorten von den Sowjets gestattet. Die Bestimmungen sind unklar und örtlich verschieden. Eine offizielle allgemein gültige Regelung ist bisher noch nicht erfolgt. Die Versorgung Berlins mit Lebensmitteln ist gesichert. Nach offiziellen amerikanischen Erklärungen werden ab Freitag 1300 bis 2000 Tonnen Nahrungsmittel täglich nach Berlin auf dem Luftwege transportiert. Bis zur Wiederaufnahme des normalen Güterverkehrs, den man als Ergebnis einer gemeinsamen Intervention der Westmächte in kurzer Zeit erwartet, glaubt man auf diese Weise Berlin versorgen zu können. (Siehe auch unsere Reportage über den Luftverkehr an anderer Stelle des Blattes.) Die Meldungen, daß sowjetische Sperrballons im Luftkorridor hochgelassen wurden, sind inzwischen dahingehend berichtigt worden, daß es sich lediglich um einen alten Ballon handele, der bereits seit längerer Zeit auf der Flugstrecke nach Berlin stehe. Eine Meldung der United Press, daß sowjetische Jagdflugzeuge in der Flugschneise operieren würden, ist bis jetzt offiziell noch nicht bestätigt worden.

Mehr unter:

"Wie es wirklich war! - 300 Original Pressemeldungen aus Berlin von 1947 bis 1948" bei wir-in-Berlin.de"

 

 

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Helmut Meschenmoser, Götz Salomon, Berlin
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wir-in-berlin.de 23.11.05