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29.04.2006 - 30.04.2006
47. Berliner Seifenkisten-Derby, Mehringdamm    

Meldet Euch jetzt an.

Kontaktinformationen:

ADAC Berlin-Brandenburg
Bundesallee 29/30
10717 Berlin (Wilmersdorf)
Tel. 030-86 86-285

Gewinnt hier eine Seifenkiste
für Eure Schule, Hort oder Kita.

Ihr wollt gerne bei den 47. Seifenkisten Rennen mitfahren und habt noch keine Kiste?

Dann haben wir die Lösung für Euch.

Herr Pfütze besitzt eine 1990 aufgebaute Seifenkiste. Er gibt das gute Stück gerne kostenlos an eine Schule oder ähnliche Einrichtung ab. Einzige Bedingung. Man muss sie sich selber abholen.

Also alle Erzieher, Lehrer und Eltern aufgepasst!

Wir-in-Berlin verschenkt
eine Seifenkiste.

Wer will nicht bei einem der größten Seifenkistenrennen des Landes dabei sein. Die Geschwindigkeit erleben und den Mehringdamm herunterrasen. Eure Schule, Eure Kita oder der Hort haben es nur noch nicht geschafft eine Seifenkiste zusammenzubauen. Da haben wir die Lösung.

Seifenkiste (Foto Meschenmoser)

Was müsst ihr machen?

Im Sinne der Projektidee, solltet Ihr mit den Schülern über den geschichtlichen Hintergrund mit Euren Schülern reden und die Geschichte des Seifenkistenrennens in Berlin kurz skizzieren.
Der beste Beitrag gewinnt.
Wir freuen uns über Bilder Fotos etc.

Mailt an: wir-in-berlin.de betreut von Götz Salomon

29.04.2006 - 30.04.2006

47. Berliner Seifenkisten-Derby, Meringdamm

Das Seifenkistenrennen auf dem Mehringdamm findet wie jedes Jahr in Berlin statt. Vier Räder, eine Kiste und schon geht es ohne Motorkraft den Berg hierunter. Waaghalsig stürzen sich die kleinen Piloten zu Tal. Der Schnellste gewinnt. Wer sich noch erkundigen muss, wie das mit dem Zusammenbauen der Fahrgeräte funktioniert, kann sich beim Verein Deutsches Seifenkisten-Derby (Tel. 06507-991 66) informieren.
Rasende Fahrt (Foto Meschenmoser)

Veranstaltergemeinschaft:

IG Seifenkisten &

ADAC Berlin-Brandenburg

 

 

Veranstaltungsort:

Mehringdamm Berlin

 

 

 

Veranstalter: anja.sprotte@bbr.adac.de 


E-Mail: igseifenkisten@web.de


Website: www.motorsport-bbr.de

Solltet Ihr es nicht schaffen eine Kiste zusammenzubauen, der bekommt vor Ort eine gestellt.

Herr Bock-Saygin (Tel. 782 53 00, Ernst-Reuter-Gesamtschule) nimmt Anmeldungen bis Mitte April entgegen. In der Junior-Klasse dürfen Jungen und Mädchen von 8 bis 12 Jahren fahren, in der Senior-Klasse von 10 bis 16 Jahren. Die Rennstrecke ist 325 m lang, jede 100stel Sekunde zählt. Per Punktesystem werden aus den Wettkämpfen im Wedding und in Kreuzberg die besten Rennfahrer aus jeder Klasse ermittelt, die dann an der Bundesmeisterschaft teilnehmen.

Bericht aus dem letzten Jahr

Seifenkistenrennen 2005
in Kreuzberg
wir-in-Berlin berichtet


Die Mädchen machen das Rennen

Sonntagfrüh:

Über 130 mutige Mädchen und Jungen warten gespannt auf den Startschuss. In Kreuzberg ist das Rennfieber ausgebrochen. Der Mehringdamm ist voll gesperrt. Für die tollkühnen Kisten wurde die Straße zur Rennstrecke umgebaut. Von einer Startrampe geht es mit vollem Tempo über 340 Metern ins Ziel.

Anstellen zum Start (Foto Meschenmoser)
Start (Foto Meschenmoser)

Der Kommentator war sprachlos:

Es waren mehr Mädchen als Jungen mit ihren umweltfreundlichen Rennautos gekommen. Und die machten das Rennen. In der Juniorklasse der 8- bis 12Jährigen gewann Michelle Voigt aus Berlin-Spandau. In der Seniorklasse der 10- bis 16-Jährigen zeigte es Melina Hanke den Jungen, wie man Rennen gewinnt. In der freien Klasse X setzte sich dann schließlich ein männlicher Fahrer durch.

Auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft

Dieses Jahr findet zum 46sten Mal auf dem Mehringdamm das Berliner Seifenkistenderby statt. Die 40 besten Rennpilotinnen und –piloten fahren im September zur Deutschen Meisterschaft nach Holzhausen in Hessen.

Start (Foto Meschenmoser)
Seifenkiste (Foto Meschenmoser)

Die Seifenkisten wurden in Schulen, Kitas, Schülerläden, Vereinen und mit Unterstützung von Müttern, Vätern und zahlreichen Sponsoren in vielen Stunden selbst gebaut. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von rund 40 km/h. Dazu ist einiger Schwung, eine windschnittige Form und Fahrkönnen gefordert. Schwung gibt eine 2,60 Meter hohe und 14 Meter lange Startrampe.

Schmetterlinge im Bauch

Für Sabrina, Meike und Jens ist es soweit. Sie haben lange im Fahrerlager auf den ersten Lauf gewartet. Meike ist aufgeregt. Es ist ihr erster Lauf. Ihre Seifenkisten hat sie hinter der Startrampe den Helfern übergeben. Mit einem Aufzug werden die Rennwagen auf die Rampe gehoben.

Startbereich (Foto Meschenmoser)
Start (Foto Meschenmoser)

Jetzt wird es ernst. Helm auf und die Treppe hoch auf die Rampe. Die Kisten stehen schon in Startposition. Der Rennleiter kündigt die Startnummern an. Höchste Konzentration für die Drei. In der Mitte der Startrampe steht der Starter. Sein Fußdruck setzt alles in Bewegung. Die Stopper verschwinden im Boden der Rampe und die drei Rennwagen setzen sich in Bewegung. Rasch gewinnen die Kisten an Tempo. Rasant jagen die drei Kinder den Mehringdamm hinunter. Sabrina macht das Rennen. Mit einer traumhaften Zeit von 30,4 Sekunden jagt sie durch das Ziel.

Helfer vom Technischen Hilfswerk (THW) winken und fordern zum Bremsen heraus. Unter den Seifenkisten senkt sich die große Bremsbacke. Das Rennen ist gelaufen. Bei Jens klemmt die Bremse. Kein Problem für Wolfgang vom THW. Er kippt das Fahrzeug und löst die verklemmte Bremse.

Reparator Seifenkiste (Foto Meschenmoser)
Offroad-Verein hilft (Foto Meschenmoser)

Noch sind die vielen Helfer bei vollen Kräften. Sie heben die bis über 100 kg schweren Kisten über die Mittelinsel auf die Gegenspur. Dort warten die Helfer des Offroad-Vereins.

In Berlin haben es die Kinder und Eltern gut. Für die Rückfahrt zu den Boxen stehen spezielle Anhänger zur Verfügung, die immer sechs Rennkisten samt Pilotinnen und Piloten den Berg hoch ziehen. Bei anderen Rennstrecken müssen hier die Mütter und Väter schwitzen und kräftig schieben.

Spezialanhänger (foro Meschenmoser)
Rasende Fahrt (Foto Meschenmoser)

Senior mit 12 Jahren

Nach der Junior-Klasse starten die Senioren. Die Junior-Klasse ist für alle Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren. In dieser Klasse haben die Seifenkisten eine einheitliche Form und unterscheiden sich nur durch ihre drei verschiedenen Größen. Für Achsen, Räder und Lenkung gibt es Bausätze, die für alle Fahrzeuge gleich sind. Die Baupläne gibt es beim Dachverband des Deutschen Seifenkisten Derby (DSKD e.V.). Diese Fahrzeuge sind aus Holz und werden im Sitzen gefahren. Das Gewicht für Seifenkiste und Fahrerin in Rennkleidung darf höchstens 90 kg betragen. Ballast aus Holz und Metall ist erlaubt.

Die Senior-Klasse ist für die älteren Kinder und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren. Auch für diese Klasse müssen die einheitlichen Bausätze verwendet werden und es gibt strenge Vorschriften. Allerdings sind hier für die Gestaltung der Karosserie der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. So darf die Verkleidung auch aus Kunststoff sein. In der Senior-Klasse gibt es Fahrzeuge, die aussehen wie Raketen, Tropfen, Flaschen usw. Das Höchstgewicht für Seifenkiste und Fahrerin in Rennkleidung ist mit 113 kg begrenzt. In der Senior-Klasse liegen hier viele Pilotinnen und Piloten im Rennen, damit die Kisten noch aerodynamische sind und schneller fahren.

Ziel (Foto Meschenmoser)
Start (Foto Meschenmoser)

In Berlin wurden darüber hinaus noch Rennen in der freien X-Klasse gefahren. Für diese Fahrzeuge gibt es keine einheitlichen Bauvorschriften. Sie nehmen nicht an den Deutschen Meisterschaften teil.

Woher kommen die Seifenkisten?

Seifenkisten haben eine lange Tradition. Es war ein amerikanischer Seifenhersteller, der schon Ende des 19. Jahrhunderts die Idee hatte, seine Transportkisten für Seife so zu bauen, dass nur Achsen und Räder darunter geschraubt werden mussten, um sie als rollende Werbung durch die Stadt zu fahren. Daraus entwickelte sich ein Sport, der immer mehr Anhänger fand. Nach Deutschland kamen die Seifenkistenrennen nach dem 2. Weltkrieg.

Aufzug für Seifenkisten (Foto Meschenmoser)
Fahrer (Foto Meschenmoser) Das erste Rennen wurde 1949 in Berlin durchgeführt. Damals durften nur Jungen mitmachen. Außerdem gab es strenge Regeln. Die Seifenkisten mussten selbst gebaut sein. Das wurde vor dem Rennen gründlich geprüft. Den Preis von 5000 DM für die Deutsche Meisterschaft erhielt der Sieger nur dann, wenn er eine technische Berufsausbildung anfing. Jungen sollten für Technik fasziniert werden und außerdem galt es für die Kraftfahrzeugindustrie Nachwuchs zu gewinnen. Das ist heute anders. Bei dem diesjährigen Rennen waren mehr Mädchen als Jungen am Start. Außerdem ist die Hilfe von Eltern und anderen Fachkräften zugelassen.

Nächstes Jahr ist wieder Seifenkistenrennen in Kreuzberg.

Mehringdamm (Foto Meschenmoser)

Start (Foto Meschenmoser)

 

Links:

Deutsches Seifenkistenderby – Die Homepage des deutschen Dachverbandes für motorlosen Rennsport. Alles über die Endausscheidung im September 2005 in Kassel

Zum ersten Seifenkistenrennen 1949

Der Mehringdamm gehört erstmals den Seifenkisten. Zum Gedenken an das erste Seifenkistenrennen auf dem Mehringdamm am 16. Juli 1949, von Hans Aschenbrenner.

Kreuzberger Chronik:
Geschichte der Seifenkistenrennen

Selbstbau von Seifenkisten mit Programm

Infos für Veranstalter von Seifenkistenrennen


 

Helmut Meschenmoser, Götz Salomon, Berlin
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wir-in-berlin.de 03.04.05