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  Rund um den Regenwurm  
Projektgedanken
Frau Gappa und die Klasse 4a aus der Erpelgrund-Schule haben das Projekt "Rund um den Regenwurm" durchgeführt.
Schüler der Klasse 3a der Erpelgrund-Schule Berlin. Foto: H. Meschenmoser, Berlin 2000. Alle Rechte vorbehalten.
Schüler der Klasse 3a der Erpelgrund-Schule Berlin. Foto: H. Meschenmoser, Berlin 2000. Alle Rechte vorbehalten.
Die Unterrichtseinheit "Rund um den Regenwurm " habe ich als Klassenlehrerin der 4a an der Erpelgrund-Schule im Frühjahr 2001 durchgeführt. Es handelt sich um eine Integrationsklasse mit 23 Kindern, von denen drei Schüler verhaltensgestört sind.
moderner Unterricht -moderne Medien
Zu diesem Thema passte die CD-ROM Löwenzahn 2 von Peter Lustig aus dem Terzio-Verlag ganz hervorragend, weil verschiedene Arbeitsaufträge über das interaktive Medium von den Schülern selbständig bearbeitet werden konnten. Die Installation des Programms bereitete keine Probleme. Die Navigation und Handhabung waren denkbar einfach und übersichtlich und bereitete den Schülern keinerlei Schwierigkeiten.
Das Projekt war eine fächerübergreifende Unterrichtseinheit und umfasste die Bereiche Deutsch, Sachkunde, Bildnerisches Gestalten und letztendlich auch durch Peter Lustigs fröhliche Melodien die Musik.
Fächergrenzen überwinden
Da die Schüler in einer weitgehend offenen Unterrichtssituation möglichst selbstbestimmt, eigenverantwortlich und selbsttätig die Arbeitsaufträge auch in Form von Partner- oder Gruppenarbeit bearbeiten und die Lernergebnisse bzw. Lernaufträge in einem selbst hergestellten Buch dokumentieren und festhalten sollten, bot sich besonders der Einsatz des interaktiven Mediums Löwenzahn 2 an. Hier konnten sich die Schüler sehr selbständig über die zu erforschenden Fragen informieren, Ideen sammeln, sich über weitere Aspekte des Themas anregen lassen und viel Wissenswertes über alle Themen rund um den Regenwurm auf eine sehr kindgerechte, abwechslungsreiche und liebevolle gestaltete Art und Weise erfahren. Darüber hinaus hatten die Schüler auch genügend Gelegenheit zum Nachschlagen und Stöbern in den Büchern. Möglichst viele Sinneskanäle und Lerntypen sollten angesprochen werden.
Die Unterrichtseinheit wurde zunächst in einem Kreisgespräch vorgestellt. Dabei hatte ich die zu bearbeitenden Themen und Aufträge auf ein DIN-A-3 Blatt vergrößert und im Klassenraum aufgehängt. Darüber hinaus erhielt jeder Schüler dieses Blatt verkleinert als DIN-A-4 Bogen, der zugleich als Inhaltsverzeichnis für das Regenwurmbuch genutzt werden konnten, als auch als Laufzettel für die verschiedenen Stationen. So hatten die Schüler stets eine Übersicht, wie weit sie schon waren oder welches Thema noch fehlte. Bei der Vorstellung zeigte ich auch die zur Verfügung stehenden Medien wie beispielsweise Löwenzahn 2 und wir besprachen die Regeln, die im Umgang mit dem Material und für die Durchführung des Projektes notwendig waren.
Einführung im Kreisgespräch
Lernen an Stationen
Nun begann für die Schüler die Arbeit an den Stationen. Dadurch, dass die meisten Materialien mehrfach vorhanden waren, viele verschiedene Medien benutzt werden konnten, sehr viele Arbeitsaufträge zur Verfügung standen, gab es kaum ein Drängeln oder Warten an einer bestimmten Station. Die Schüler wussten auch, dass jeder von ihnen in den Genuss kommen würde, am PC zu arbeiten. Je nach Bedürfnis oder nach der gestellten Aufgabe konnten sie zwischen Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit wählen. Zwischendurch zogen sie sich zurück, um Ergebnisse in ihren Büchern festzuhalten und diese schön zu gestalten und zu illustrieren. Meine Rolle als Lehrerin war insofern verändert, dass seit der Bereitstellung der Lernmaterialien und der anschließenden Einführung des Themas die Schüler weitgehend selbständig, eigeninitiativ, kooperativ und binnendifferenziert an den Aufgaben arbeiteten. Ich koordinierte gegebenfalls mal die eine oder andere Station; gab Hinweise oder unterstützende Erklärungen; beriet Schüler, wenn Fragen zur Gestaltung des Buches oder zum Ablauf der Aufträge auftraten; unterstützte die Schüler bei Rechtschreibproblemen, beim freien Schreiben... ...
Dieses Projekt wurde von allen Kindern sehr gut angenommen. Ihnen gefielen vor allem: die freie Arbeitseinteilung; die Entscheidungsfreiheit, wann sie welche Station bearbeiten wollten; die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte setzen zu können; das Erforschen von Löwenzahn 2 mit den vielfältigen attraktiven und interessanten Anregungen und Lernmöglichkeiten; das Stöbern und Schmökern in den Büchern; die abwechslungsreiche Lernumgebung; das kreative Gestalten des Wetterbuches und die Freiheit, sich die Sozialform wählen zu können.
was den Kindern gut gefiel
Unterrichtsqualität mit neuen Medien
Mit interaktiven Medien wie Löwenzahn 2 zu arbeiten erwies sich als eine außerordentliche große Qualitätssteigerung des Unterrichts sowohl in bezug auf die Begeisterung bei den Schülern als auch auf die inhaltlichen Aspekte, die dieses Medium aufgrund seiner Interaktivität vermitteln kann. Da kommt kein Schulbuch mit; was aber nicht bedeutet, dass Bücher keinen Stellenwert mehr haben. Ich denke, die Vielfalt der Medien, die uns in der heutigen Zeit zur Verfügung stehen, bieten ungeahnte Möglichkeiten für andere Unterrichtsformen und Unterrichtsinhalte.
        wir-in-berlin.de | 1.1.02
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